Stock statt Smartphone

07.09.2018

Vieregge: Kinder die Natur wieder näher bringen
„Im Zeitalter der Digitalisierung ist es wichtig, sich auch wieder mehr auf die Natur zu besinnen: Gerade Kinder sollten öfter mal das Smartphone für einen Nachmittag gegen das Toben durch Wald und Wiesen tauschen“, findet die lippische Bundestagsabgeordnete Kerstin Vieregge.

Genau solche spannenden, abwechslungsreichen und lebendigen Erfahrungen vermittelt die Umweltbildungsstätte Rolfscher Hof in Detmold seit 2005. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Naturschutzbund (NABU) Lippe, Bernd Milde, und der Leiterin des Rolfschen Hofes, Susanne Haferbeck, sprach Vieregge über Möglichkeiten und Strategien, wie man Kindern von heute die Natur wieder näher bringen kann.

„Der Wert und die Bedeutung unserer Umwelt lässt sich am besten durch eigenes Erleben vermitteln. Wenn Kinder zum Beispiel den Tag durch den Waldgarten toben und die Nacht auf dem Heuboden verbringen, dann erleben sie nicht nur ein kleines Abenteuer, sondern lernen auch viel über sich und ihre Umwelt. Auf dem Rolfschen Hof wird das mit viel Einsatz und starkem Engagement ermöglicht“, stellte Vieregge bei ihrem Besuch fest. So können Kinder hier nicht nur viel entdecken, sondern auch selbst aktiv werden und beispielsweise Bienenhotels bauen.

Auf über 25 Hektar ist rund um den Rolfschen Hof seit 2005 ein buntes Mosaik von Anpflanzungen, Wiesen, Hecken und unzähligen unterschiedlichen Pflanzen entstanden: Mittlerweile finden jährlich zwischen 200 und 250 Veranstaltungen statt. Über 20.000 Menschen haben bisher die Bildungsangebote am Rolfschen Hof schon besucht, wichtige Zielgruppen sind Schulklassen und Gruppen aus offenen Ganztagsschulen, Kindergärten und Kindertagesstätten. „Die nachfolgende Generation kann so für den Umweltschutz sensibilisiert und begeistert werden“, erklärt Bernd Milde. Breite Unterstützung gibt es dafür auch aus Lippe: Die Staff-Stiftung hatte das Gelände 1998 gekauft und dem NABU kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Bildunterschrift: „Auf dem Rolfschen Hof zeigten Susanne Haferbeck, Leiterin des Rolfschen Hofes (l.) und Bernd Milde, Vorsitzenden des Naturschutzbund (NABU) Lippe (r.), der Bundestagsabgeordneten Kerstin Vieregge (M.) die Anwendungsmöglichkeiten von Umweltpädagogik rund um den Hof.