Startschuss für Breitband auf dem Land

22.12.2018

„Endlich geht es los“, freut sich die lippische CDU-Bundestagsabgeordnete Kerstin Vieregge: „Fast 5.000 Haushalte in Lippe erhalten in den kommenden zwei Jahren schnelles Internet. Das ist eine gute Nachricht für die Menschen, für Lippe und vor allem den ländlichen Raum. Es bedeutet Zukunftssicherung auch auf den Dörfern und Ortschaften sowie bessere Teilhabe an der digitalisierten Welt.“ Der Breitbandausbau - gefördert von Bund und Land - wird unter dem Namen „lippeneXt.de“ durch direkte Glasfaseranschlüsse und alternative Technologien umgesetzt. Mit Blick auf die lange Dauer zwischen Antragsstellung und dem gestrigen Startschuss meinte Vieregge: „Jetzt müssen wir nur noch die Bearbeitungsgeschwindigkeit solcher Vorhaben auf 5G-Niveau bringen.“

Bei einem symbolischen Spatenstich in Heesten gab Vieregge gemeinsam mit dem Landrat des Kreises Lippe, Dr. Axel Lehmann, dem Bürgermeister von Horn-Bad Meinberg, Stefan Rother, und den beiden Fördergebern von Bund und Land sowie Vertretern der ausführenden Unternehmen aus der Region den Startschuss für die zwei Jahre dauernden Arbeiten.

Die kalkulierten Gesamtkosten für den Ausbau liegen bei rund 41 Millionen Euro. Nach Abzug der erwarteten Einnahmen bleibt die sogenannte Wirtschaftlichkeitslücke, für die der Kreis Lippe Fördermittel beantragt hat, um den Breitbandausbau finanzieren zu können. Mit vorläufigem Bescheid von Bund und Land wurden diese Anfang 2017 bewilligt, dabei trägt der Bund 50 Prozent, das Land 40 Prozent der Kosten.

Der Kreis Lippe hatte bereits im Jahr 2016 damit begonnen, zunächst diejenigen Bereiche zu ermitteln, die nach den geltenden Richtlinien förderfähig sind – alle Gebiete, die nicht mit mindestens 30 Mbit pro Sekunde im Download versorgt sind, fallen darunter. In diesem Zuge wurden rund 300 kleinere und kleinste Areale mit etwa 18.000 Haushalten in 15.000 Gebäuden kartografisch ermittelt, für die interessierte Netzbetreiber gesucht wurden.

Um das Ziel einer Mindestversorgung von 50 Mbit pro Sekunde beim Endkunden zu erreichen, werden 536 Kilometer Tiefbau für neue Glasfaserkabel notwendig, etwa 3.300 Haushalte werden einen Glasfaserdirektanschluss erhalten, zusätzlich werden rund 1.500 Haushalte über alternative Technologien angebunden.