Spaziergang zum Tag des Waldes in Oerlinghausen

24.03.2022

Ort der Erholung, Klimaschützer, Arbeitsplatz - unser Wald hat viele Talente. Damit uns der Wald mit seinen vielfältigen Aufgaben auch in den kommenden Jahrzehnten erhalten bleibt, setzen wir auf eine multifunktonale und nachhaltige Forstwirtschaft. Waldbesitzer brauchen eine finanzielle Honorierung ihrer Ökosystemleistungen, damit sie den Wald klimagerecht umbauen können.

Außerdem fordern wir eine stärkere Förderung von Holz als Bau-, Werk- und Brennstoff. Wir glauben, dass ökologisch intakte Wälder und eine nachhaltige wirtschaftliche Nutzung kein Widerspruch sind. Im Gegenteil: Sie bedingen einander.

Anlässlich des Tags des Waldes konnte ich auf einer Wanderung mit der CDU Oerlinghausen und Experten unseren Wald in Lippe hinsichtlich Waldnutzung und Waldschutz in Augenschein nehmen. U.a. sprach Cajus Caesar, Waldbesitzer und ehemaliger Waldbeauftragter des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Zudem wurden wir auch begleitet von unserem Landtagskandidat Klaus Hansen, ausgebildeter Gärtnermeister, der uns zu Fragen über Lebensarten im Wald zur Verfügung stand.

Wie die zukünftige Bewirtschaftung der Wälder aussehen soll, liegt auf dem Tisch. In Zukunft wird auch weiterhin vorwiegend auf standort- und klimaangepasste Wälder mit höherem Laubholzanteil gesetzt. Das ist wiederum abhängig von der Bodenbeschaffenheit. In Oerlinghausen ist das eher ein sandiger Boden, auf dem vor allem heimische Kiefern gedeihen.

Unser Wald sieht sich vielfältigen Herausforderungen gegenübergestellt. Seit 2018 haben extreme Wetterereignisse den Wäldern sehr zugesetzt. Aktuell warten große Flächen auf ihre Wiederbewaldung. Das Ziel sind klimaresistente Mischwälder. Sie sollen die letzten Monokulturen ersetzen, die dem Klimawandel nicht mehr trotzen können. Aber es gilt auch, den Natur- und Artenschutz auszubauen und insgesamt die Speicherung von CO2 in den Wäldern zu verbessern. Das Ökosystem Wald muss funktionsfähig sein. Das erreichen wir unter anderem auch durch eine natürliche Waldverjüngung, die Vermehrung von Laub- und Mischwäldern und den waldverträglichen, schonenden Einsatz von Forsttechnik.