Reha in Zeiten von Corona: Sicher und gesund

30.07.2020

Weiterhin für die Menschen da sein – das war auch für Rehabilitationseinrichtungen wie die Salzetalklinik in Bad Salzuflen die große Herausforderung der vergangenen Wochen und Monate. Diese zu meistern, ist der Klinik der Deutschen Rentenversicherung Westfalen gut gelungen: „Durch frühzeitige Vorbereitung und dank großen Einsatzes aller Beteiligten“, wie die Leitende Ärztin, Dr. Birgit Leibbrand, beim Besuch der lippischen CDU-Bundestagsabgeordneten Kerstin Vieregge berichtet.

Dass die Sicherheits- und Hygienekonzepte in der Einrichtung funktionieren, davon konnten sich auch andere überzeugen: Patienten, die aus einer von Corona-Erkrankungen betroffenen Klinik in Bad Meinberg nach Bad Salzuflen verlegt wurden, stellten hier schnell fest, wie gut man auf die neuen Regeln eingerichtet war: „Die sind hier wieder richtig aufgelebt, als sie merkten, dass sie sich hier sicher fühlen können“, berichtet die leitende Ärztin. Großes Lob zollt sie dafür vor allem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern: „Aus der langjährigen Erfahrung im Umgang mit Risikopatienten im Bereich der Krebs-Nachsorge hatten wir schon hohe Standards, die in gemeinsamer Anstrengung von allen noch einmal erhöht und konsequent umgesetzt wurden.“

Doch nicht nur Nachteile waren mit der vergangenen Zeit verbunden: „Die corona-bedingten Einschränkungen haben in einigen Bereichen auch zu einer Verbesserung geführt– beispielsweise bei der intensiveren Arbeit mit den Reha-Patienten in Kleingruppen“, berichtet Dr. Leibbrand. Bei einer Vollauslastung sei das aber mit dem jetzigen Mitarbeiterschlüssel nicht mehr zu gewährleisten – „das wäre schade.“ „Wir sollten die Erfahrungen der jüngsten Zeit nutzen und über Dinge, die positiver geworden sind, sprechen und vor allem darüber, wie wir sie beibehalten können“, findet Vieregge. Insbesondere bei Anschlussheilbehandlungen sei eine intensivere Betreuung ein entscheidender Baustein zur Gesundung und Wiedereingliederung.

Ein wichtiger Teil der Arbeit von Dr. Birgit Leibbrand ist seit 2006 auch die Forschung im Reha-Bereich: „Dabei steht auch die Digitalisierung im Fokus – das war schon vor Corona ein großes Thema.“ Mit Blick auf die künftigen Entwicklungen sieht auch Kerstin Vieregge hier großes Potential für den Standort Bad Salzuflen: „Mit der medizinischen Fakultät an der Universität Bielefeld entsteht hier in Ostwestfalen-Lippe ein neuer Motor für Gesundheit. Davon müssen aus meiner Sicht auch Reha-Einrichtungen profitieren und sich eng mit der Fakultät vernetzen.“ Denn, so Vieregge, „am Ende profitieren alle Seiten gemeinsam davon“.