Regional, unverpackt und nachhaltig: Bio-Hof Brinkmann

24.08.2019

Mit geübter Hand lässt Inhaberin Wiebke Brinkmann die Erbsen ins Weck-Glas rieseln: Im ersten „Unverpackt“-Laden füllt sich jeder Kunde selbst ab, was er braucht. „Bedarfsgerecht und ohne Fremd-Verpackung – das nenne ich nachhaltigen Einkauf, der Verpackungsmüll und Lebensmittelverschwendung vermeiden hilft“, findet Kerstin Vieregge. Die lippische CDU-Bundestagsabgeordnete hat im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitstour den Bio-Hof Brinkmann in Lage-Hagen besucht und dort eine spannende Mischung von attraktiven und nachhaltigen Angeboten vorgefunden, „das sollte viel mehr Schule machen“.

Denn: „Rund 220 Kilogramm Müll wirft ein durchschnittlicher Deutscher pro Jahr weg, das meiste davon ist Verpackungsmüll“, erklärt Vieregge. Und nicht nur deshalb lobt sie das Konzept des „Unverpackt“-Ladens und des Hofes in Lage-Heiden: „Die Kombination von Bio- und regional produzierten Lebensmitteln und Produkten, gepaart mit dem Verzicht auf überflüssige Umverpackungen sowie der Möglichkeit, in der „Speisekammer“ direkt einzukehren und all das auch gleich zu probieren, ist eine tolle Mischung“, zeigt sich die Bundestagsabgeordnete beeindruckt. Das liegt auch der Betreiberin am Herzen: „Wir müssen stärker auf unsere regionalen Wertschöpfungsketten setzen – auch und gerade bei Bio-Produkten“, erklärt Brinkmann. Die Vernetzung, Lieferlogistik und damit auch die Sichtbarkeit beim Verbraucher seien weitere wichtige Themen.

Bereits 1980 stellte Vater Brinkmann die Landwirtschaft komplett auf Bio um. Und seine Tochter setzt diese nachhaltige Form auch in vielen anderen Bereichen weiter fort: So kommen zum leckeren Frühstück in der „Speisekammer“ Brot und Brötchen aus Ur-Getreiden auf den Tisch und natürlich regionale Spezialitäten wie das „Blomberger Flöckchen“. Dabei bemüht sich Wiebke Brinkmann auch, das Umdenken der Verbraucher zu fördern: In Back- und Kochkursen für Jung und Alt zeigt sie, wie gesunde, natürliche und hochwertige Ernährung kinderleicht geht. „Da erleben viele Kinder zum ersten Mal, wie ein Brot gebacken wird.“

Neben dem eigentlichen Betrieb, dem Unverpackt-Laden und der eigenen „Speisekammer“ gibt es inzwischen auf dem Hof Brinkmann auch die Möglichkeit, zu übernachten: Im liebevoll gestalteten Bauwagen direkt neben der Pferdekoppel, inspiriert vom derzeit angesagten Konzept der „Tiny Houses“. Die Übernachtungen sind selbstverständlich mit Frühstück – „und das kann ich nur empfehlen“, meint Kerstin Vieregge.