Power-Frauen: Anpacken und Gestalten

26.08.2019

Ob Unternehmerin, Hotel-Chefin, Influencerin oder Hausfrau: „Power-Frauen sind wir alle – jede dort, wo sie tätig ist“, meint die CDU-Bundestagsabgeordnete Vieregge. „Deshalb ist es aber genauso wichtig, miteinander im Gespräch zu bleiben, zu netzwerken und gemeinsam Dinge voranzutreiben.“ Im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitstour hatte die lippische Abgeordnete deshalb gemeinsam mit der Frauen Union Lippe und ihrer Vorsitzenden Birgit Tornau zu einer Talkrunde geladen, bei der es um die Frage der Gleichbehandlung der Geschlechter ging.

Schnell wurde im Dialog deutlich, dass vor allem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein wichtiger Hebel ist, der bei der Gleichberechtigung bewegt werden muss: „Je flexibler Arbeitgeber sind – beispielsweise bei der Einrichtung von Home-Office-Arbeitsplätzen oder bei den Arbeitszeiten – desto mehr holen sie aus dem Potential von Frauen raus“, findet etwa Diana Schuhmacher, Unternehmerin aus Lage. Die Arbeit der Kindertagesstätten stellt Swetlana Lenger, Chefin des Kurpark Hotels in Bad Salzuflen, in den Mittelpunkt: „Die Ausbildung und Wertschätzung für die Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher muss besser werden“, findet sie, erkennt dabei aber auch schon einen ersten Wandel: Wesentlich mehr Männer fänden inzwischen den Weg in den Beruf, ob zunächst als Praktikanten oder direkt in der Ausbildung. „Die Rollenverständnisse ändern sich – das ist auch ein Erfolg von guter KiTa-Arbeit“. Für die Flexibilisierung von Eltern tragen aus ihrer Sicht auch Betriebskindergärten bei, Lenger selbst hat schon mit dem Gedanken gespielt, einen solchen gemeinsam mit anderen Partnern aus Hotelerie und Gastronomie zu gründen.

„In Mitteleuropa sind wir beim Thema Gleichberechtigung im Vergleich zu anderen Regionen der Erde sehr weit fortgeschritten“, betonte auch Vieregge. Dennoch bedürfe es oft noch der Überzeugung, dass Frauen sich auch trauen müssen: „Mit dem Selbstbewusstsein, dass heute alles möglich ist, lässt sich vieles erreichen.“

Allen Frauen gemeinsam ist an diesem Abend der Einsatz für das Ehrenamt, bei dem auch Birgit Tornau noch einmal unterstreicht: „Es geht vor allem auch darum, der Gesellschaft etwas zurück zu geben. Das motiviert uns genau wie die Tatsache, dass wir etwas bewegen können, wollen und werden.“