Politische Patenschaft für die Iranerin Elham Modaresi

20.12.2022

Elham Modaresi ist eine junge Frau und Malerin aus der kurdisch geprägten Stadt Sanandaj. Die 32-Jährige wurde wegen Anti-Regime-Posts auf Instagram in ihrem Haus festgenommen. Ihr wird vorgeworfen, öffentliche Einrichtungen zerstört, die öffentliche Ruhe und Ordnung gestört, gegen das Regime propagiert und Menschen aufgehetzt zu haben. Sie wurde ins Kachoui-Gefängnis von Karaj verlegt. Ihr wird der Zugang zu einem Anwalt verwehrt. „Vor allem die kurdischen Regionen werden vom iranischen Regime massiv unterdrückt. Daher ist es wichtig, dass sich jemand für sie einsetzt“, weiß die Bundestagsabgeordnete Kerstin Vieregge.

Vieregge ist es ein besonderes Anliegen, klar Position zu beziehen und für die junge Iranerin die politische Patenschaft zu übernehmen. „Von den iranischen Behörden verlange ich Aufklärung über die Umstände ihrer Verhaftung und medizinische Betreuung. Das werde ich auch in aller Deutlichkeit dem Iranischen Botschafter in Berlin mitteilen.“ Die stellvertretende Vorsitzende der Gruppe der Frauen der Unionsfraktion im Bundestag sowie der FrauenUnion Lippe zeigt sich sehr besorgt. „Elham Modaresi hat das Recht auf einen Anwalt und ein faires Verfahren.“

Die lippische Abgeordnete fährt fort: „Angesichts der Verhaftungswelle im Iran, im Zuge derer bereits mehr als 18.000 Menschen festgenommen wurden, ist es enorm wichtig, dass wir zeigen, dass wir an der Seite der Iranerinnen und Iraner stehen. Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, dass es zu schützen gilt. Meine Patenschaft soll daher auch ein Zeichen an all die mutigen jungen Frauen im Iran sein, dass sie nicht alleine sind“.