Nicht stehen bleiben, sondern weiterqualifizieren

29.04.2019

Zum Tag der Arbeit am 1. Mai ist es eine gute Nachricht: „Immer mehr Lipperinnen und Lipper sind in Lohn und Brot“, so die CDU-Bundestagsabgeordnete Kerstin Vieregge. Im Gespräch mit dem Leiter der Agentur für Arbeit Detmold, Heinz Thiele, appelliert sie allerdings an Arbeitnehmer und Arbeitgeber, das Thema Fort- und Weiterbildung stärker in den Fokus zu nehmen. „Keine Qualifizierung scheitert am Geld, die Angebote sind da – sie müssen nur auch genutzt werden“.

Im März lag die Arbeitslosenquote bei sechs Prozent (rund 11.000 Menschen), das entspricht einem weiteren Rückgang seit Jahresbeginn. „Das ist ein guter Wert, aber wir dürfen nicht den Fehler machen, uns darauf auszuruhen“, so Vieregge. Insbesondere durch die Digitalisierung und den demographischen Wandel stehe der Arbeitsmarkt auch in Lippe vor gravierenden Veränderungen. Die frühzeitige Weiterqualifizierung sei wichtige Grundlage für den Erhalt von Arbeitsplätzen: „Gerade in der jetzigen Situation mit vollen Auftragsbüchern ist es nachvollziehbar, dass die Zeit für Fortbildungen knapp ist. Dennoch sollten sich Beschäftigte und Arbeitgeber jetzt Gedanken machen, welche Möglichkeiten sie zeitnah nutzen können – die vielfältigen Angebote der unterschiedlichen Bildungsträger bieten zahlreiche Chancen.“

Auch Heinz Thiele sieht in der Weiterbildung ein wichtiges Feld: „Es ist auch ein präventiver Gedanke: Die Aufgaben in den Betrieben werden immer spezieller und individueller, darauf müssen sich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einstellen.“

Auf Bundesebene ist die berufliche Weiterbildung ebenfalls ein Thema: „Derzeit erarbeiten wir eine Nationale Weiterbildungsstrategie, um innovative Wege zur Verknüpfung von Theorie und Praxis zu ermöglichen“, erklärt Vieregge. Der Entwurf dieser Strategie soll bis zum Sommer vorliegen.