Nachhaltigkeitsziel 9 - Industrie, Innovation und Infrastruktur

Das Nachhaltigkeitsziel 9 - intelligente Innovationen, moderne Infrastrukturen und eine leistungsfähige Industrie.
Mit Innovationen sollen kreative Antworten auf die drängendsten Fragen unserer Zeit gefunden werden - nach einer nachhaltigen Wirtschaftsweise, Klima- und Ressourcenschutz, bei der Energiewende, dem demografischen und digitalen Wandel sowie bei sozialen Herausforderungen.

Unsere Infrastruktur beeinflusst unser tägliches Leben. Sie ist mitbestimmend für unsere Gesundheit, die Luftreinheit, beeinflusst den Klimawandel und unseren Flächen- sowie Ressourcenverbrauch. Eine moderne Infrastruktur berücksichtigt gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen und ökonomischen Leben sowie ein nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum.

Eine leistungsfähige Industrie setzt auf ressourceneffiziente, schadstoffarme und klimafreundliche Produktion. Die Unternehmen sind Motor der Veränderung. Die Bundesregierung will hierfür den politischen Rahmen setzen und unterstützen.

Global soll konkret erreicht werden:

  • Eine hochwertige, verlässliche, nachhaltige und widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen, einschließlich regionaler und grenzüberschreitender Infrastruktur, um die wirtschaftliche Entwicklung und das menschliche Wohlergehen zu unterstützen und dabei den Schwerpunkt auf einen erschwinglichen und gleichberechtigten Zugang für alle legen.
  • Eine breitenwirksame und nachhaltige Industrialisierung fördern und bis 2030 den Anteil der Industrie an der Beschäftigung und am Bruttoinlandsprodukt entsprechend den nationalen Gegebenheiten erheblich steigern und den Anteil in den am wenigsten entwickelten Ländern verdoppeln.
  • Insbesondere in den Entwicklungsländern den Zugang kleiner Industrie- und anderer Unternehmen zu Finanzdienstleistungen, einschließlich bezahlbaren Krediten, und ihre Einbindung in Wertschöpfungsketten und Märkte erhöhen.
  • Bis 2030 die Infrastruktur modernisieren und die Industrien nachrüsten, um sie nachhaltig zu machen, mit effizienterem Ressourceneinsatz und unter vermehrter Nutzung sauberer und umweltverträglicher Technologien und Industrieprozesse, wobei alle Länder Maßnahmen entsprechend ihren jeweiligen Kapazitäten ergreifen.
  • Die wissenschaftliche Forschung verbessern und die technologischen Kapazitäten der Industriesektoren in allen Ländern und insbesondere in den Entwicklungsländern ausbauen und zu diesem Zweck bis 2030 unter anderem Innovationen fördern und die Anzahl der im Bereich Forschung und Entwicklung tätigen Personen je 1 Million Menschen sowie die öffentlichen und privaten Ausgaben für Forschung und Entwicklung beträchtlich erhöhen.

Deutschland ist ein guter Ort, um Ideen umzusetzen
Laut Wettbewerbsbericht des World Economic Forum (WEF - Okt. 2018) ist Deutschland das innovativste Land der Welt. Die Bundesrepublik biete die besten Voraussetzungen für erfolgreiche Innovationsprozesse. In keinem anderen Land gelinge es besser, dass eine gute Idee auch in die Produktion und Vermarktung komme. Die Zahlen der Patentanmeldungen und der wissenschaftlichen Veröffentlichungen seien sehr hoch.

Mit der Hightech-Strategie 2025 setzt die Bundesregierung deshalb ambitionierte Ziele.
Zum einen finanziell: Bis 2025 will die Bundesregierung gemeinsam mit den Ländern und 
der Wirtschaft die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erhöhen.
Zum anderen inhaltlich: Die Bundesregierung möchte Wissen stärker zur Wirkung bringen, aus Ideen Innovationen machen, die weltweit erfolgreich 
sind und den Menschen nützen.

Deutsche Unternehmen sind auf einem guten nachhaltigen Weg - dies zeigt der GreenTech Atlas 2018. Bereits 1,5 Millionen Menschen arbeiten in der Umwelttechnik in Deutschland werden voraussichtlich bis 2025 rund 19 Prozent des Bruttoinlandprodukts verantworten. Denn Umwelttechnologien modernisieren unsere Wirtschaft und sorgen für nachhaltigere Produktion und Produkte.

Deutschland schafft Wissenstransfer für nachhaltige Produktionsbedingungen: Die Bevölkerungszahlen und damit auch der Konsum und Energieverbrauch wird insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländer deutlich ansteigen. Mit dem bisherigen Energie- und Ressourcenverbrauch und den damit eingehenden Umweltbelastungen, ist ein derartiges Wachstum nicht dauerhaft möglich. Darum setzt sich die Bundesregierung in vielzähligen Programmen und Initiativen dafür ein, dass sich weltweit eine nachhaltige Produktion mit "grünem (Ge-)Wissen" durchsetzt. 

Nachhaltige Infrastrukur in Lippe

Die Infrastruktur in Lippe ist ein wichtiger Teil für die Lebens- und Arbeitsqualität der Menschen vor Ort. Dazu gehören die Verkehrswege ebenso wie der ÖPNV oder der Ausbau der Radwegeverbindungen. Durch die Förderung von Elektrobussen können Stadtbussysteme wie in Lemgo oder Bad Salzuflen künftig ihre Flotten auf CO2-neutrale Fahrzeuge umstellen. Gleichzeitig entstehen immer mehr Radwegeverbindung, wie jüngst von Leopoldshöhe nach Bielefeld, teilweise sogar als Bürgerradwege durch persönlichen Einsatz der Lipperinnen und Lipper wie zwischen Talle und Kirchheide.

Dabei befindet sich der Straßenneubau mit seinem Flächenverbrauch zu Recht unter kritischer Beobachtung, wie bei den Planungen für die B239n von Bad Salzuflen nach Lage derzeit deutlich wird. Hier sind smarte und nachhaltige Lösungen gefragt. Ab Oktober soll das Eisenbahnnetz in Lippe auch wieder vollständig zur Verfügung stehen, hier sind Verbesserungen im Rahmen des "Deutschlandtaktes" ab 2021 zu erwarten.

Und in Lippe wird Zukunft gemacht: Mit dem Fraunhofer Reallabor "Lemgo digital" werden digitale Optimierungen für Kommunen in der Praxis erprobt und umgesetzt.

Das "Internet of Things" wird eine weitere Revolution in der Industrie bewirken: Die Digitalisierung hilft in lippischen Unternehmen schon heute dabei, Produktionsprozesse effektiver und nachhaltiger zu gestalten. Diesen Prozess müssen wir als Politik noch intensiver vor Ort begleiten.

 

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