Nachhaltigkeitsziel 6 - Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen

Das Nachhaltigkeitsziel 6 - ausreichend Wasser in bester Qualität
Wasser ist die Grundlage jedes Lebewesens. Eine Versorgung mit sauberem Wasser ist für die Gesundheit und Würde unersetzbar. Bis 2030 soll überall auf der Welt sauberes Wasser zugänglich sein.
Denn immer noch trinken weltweit 2,1 Milliarden Menschen verunreinigtes Wasser. Und 4,5 Milliarden Menschen haben keine nachhaltige sanitäre Versorgung. Bevölkerungswachstum, Urbanisierung, die Verschmutzung der Umwelt und der Klimawandel verstärken den Druck auf die globalen Wasserressourcen und die Ökosysteme der Gewässer. Damit besteht in bestimmten Regionen der Welt auch die Gefahr von sozialen und politischen Konflikten ums Wasser. Deutschland engagiert sich deshalb global und im eigenen Land.


Termine:

14.08.2019, 10.00 Uhr   Der Weg des Wassers: Besichtigung Kläranlage Barntrup,
                                                 Barntrup, Treffpunkt: Rathaus Barntrup, Mittelstraße 32, 32683
 

Global soll konkret erreicht werden:

  • Zugang zu sicherem und bezahlbarem Trinkwasser für alle
  • Angemessene Sanitärversorgung und Hygiene für alle
  • Verbesserung der Gewässerqualität
  • Steigerung effizienter Nutzung und nachhaltige Entnahme von Wasser zur Reduzierung der Wasserknappheit
  • Integriertes Management der Wasserressourcen, auch grenzüberschreitend
  • Schutz und Wiederherstellung von Wasserökosystemen

Wir haben in Deutschland eine komfortable Wasserversorgungssituation.
Überall aus unseren Wasserhähnen kommt klares Wasser in Trinkqualität. Ein Abwassernetz führt das genutzte Wasser in Kläranlagen, welche hauptverantwortlich für die ökologisch vertretbare Rückführung von benutztem Wasser sind. Nur Dank dieser Meisterwerke der Technik können wir unsere Wasserökosysteme und damit auch unser Trinkwasser in hoher Qualität bewahren.

Die letzten heißen Sommer zeigen aber auch in Deutschland, dass es durch Trockenheit und Dürre zu beträchtlichen Schäden in der Land- und Forstwirtschaft kommen kann.
Weltweit führt der Klimawandel zu deutlich drastischeren Folgen und Ausmaßen, als wir es hier in Deutschland erleben. Dürren und Grundwasserabsenkungen führen zu massiven Problemen in der Landwirtschaft vieler Entwicklungs- und Schwellenländer. Dazu erhöht sich der Druck auf die Wasserresourcen aufgrund von Bevölkerungswachstum, Urbanisierung und der vermehrten Verschmutzung durch Schwermetalle, Plastik, Dünger und menschliche Abfallprodukte.
Wassermangel führt früher oder später immer zu sozialen und politischen Konflikten, welche wiederum die Flucht- und Migrationsbewegungen erhöhen.

Deutschland ist weltweit zweitgrößter Geber im Wassersektor
Mit deutscher Hilfen sollen bis 2030 jährlich 10 Millionen Menschen einen Zugang zu Trinkwasser erhalten.

Wie die Nachhaltigkeitsziele voneinander betroffen sind, zeigt sich am Beispiel des Wassers und dem Regenwald in Südamerika in diesem kurzen Video (7 Min.)

Haben Sie schon einmal von "virtuellem Wasser" gehört?
Wir sehen es nicht, verbrauchen es durch unser Konsumverhalten aber trotzdem. Als "virtuelles Wasser" wird die Wassermenge bezeichnet, die bei der Produktion von Gütern und Dienstleistungen verbraucht oder verschmutzt wird. Sie kann beim gleichen Produkt sehr unterschiedlich sein – je nachdem, wo und unter welchen Bedingungen es hergestellt wurde. So enthält eine Tasse Kaffee durchschnittlich 132 Liter virtuelles Wasser, eine Tasse Tee lediglich 27 Liter. In einem Kilo Rindfleisch stecken 15.415 Liter Wasser, während die Produktion von einem Kilo Hühnerfleisch nur 4.325 Liter benötigt.
Deutschland importiert jedes Jahr etwa 125 Gigakubikmeter virtuelles Wasser aus anderen Ländern – das entspricht etwa 4.100 Litern pro Person und Tag.

Die Ressource Wasser in Lippe
Im heißen Sommer des Jahres 2018 gab es auch im Kreis Lippe Warnungen vor Wasserknappheit. Dabei sind unsere lippischen Kommunen und ihre Stadtwerke im Vergleich zu Nachbarkreisen sehr gut aufgestellt, etwa mit der Wasserförderung aus dem Kalldorfer Sattel. Trotzdem wollen wir auch für die Zukunft die Trinkwasserversorgung in Lippe sichern - und das geht nur gemeinsam und kommunen-, vielleicht sogar kreisübergreifend.

Die Aufbereitung des Abwassers ist eine weitere wichtige Aufgabe, die in den Kläranlagen der Kommunen geleistet wird. Hierbei werden sie immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt, wie etwa Micro-Plastik oder hohe Nitratbelastungen. Dabei gilt es nicht nur, Wege zur Entfernung dieser Stoffe zu finden, sondern auch die Ursachen herauszufinden und sie wirksam zu beseitigen. Die Umweltbelastung durch solche Schadstoffe betrifft natürlich auch die offenen Gewässer in Lippe wie Bega oder Werre. 

 

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