Nachhaltigkeitsziel 4 - Hochwertige Bildung

Artikel zum Termin: "E-Mobilität ist nicht alles – Ralph Brinkhaus bei der TH OWL"
Videostatement von Ralph Brinkhaus zum Thema Bildung und Forschung: 
https://youtu.be/ivEulTpZKBs

Nachhaltigkeitsziel 4 - Inklusive, gerechte und hochwertige Bildung und lebenslanges Lernen für alle.
Bildung ist der Schlüssel für mehr Eigenverantwortung der Menschen. Bildung stärkt das Demokratieverständnis, erhöht die Innovationsfähigkeit und schafft für die Menschen vor Ort Zukunftsperspektiven - ganz nach dem Motto "Hilfe zur Selbsthilfe".
Lebenslanges Lernen eröffnet Chancen und Einkommensperspektiven. Lebenslanges Lernen und berufliche Weiterbildung sind auch eine Voraussetzung dafür, dass unsere Volkswirtschaft weiter erfolgreich im internationalen Wettbewerb besteht.

Weltweit gibt es etwa 750 Millionen Jugendliche und Erwachsene, die nicht lesen und schreiben können. Diese Zahl verdeutlicht die Herausforderung allen Menschen hochwertige Bildung zu verschaffen. Die Förderung der Bildung ist ein Schwerpunkt der deutschen Entwicklungspolitik. Im Rahmen der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit fördert das BMZ aktuell Bildungs- und Ausbildungsprojekte in mehr als 60 Ländern.

Global soll konkret erreicht werden:

  • Eine kostenlose und hochwertige Grund- und Sekundarausbildung für alle Mädchen und Jungen bis 2030
  • Bildungsförderung als Schwerpunkt deutscher Entwicklungspolitik weiter ausbauen.
  • Zugang zu hochwertiger frühkindlicher Erziehung, Betreuung und Vorschulbildung und zu hochwertiger fachlicher, berufliche rund tertiärer Bildung für alle bis 2030
  • Beseitigung geschlechtsspezifischer Unterschiede in der Bildung
  • Alle Jugendlichen und ein erheblicher Teil der analphabeten Erwachsenen sollen lesen, schreiben und rechnen lernen
  • Bildung für nachhaltige Entwicklung vorantreiben,
  • Kinder-, behinderten- und geschlechtergerechte Bildungseinrichtungen

Bildung und Forschung wird eichtungsweisend sein für Deutschland
Als Industrienation ohne große Rohstoffvorkommen und Hochlohnland, muss Deutschland auf das wichtigste Gut setzen- die Köpfer der Menschen. Aus diesem Grund will die Bundesregierung bessere Bildungs- und Teilhabechancen für alle umsetzen.

Im Jahr 2005 hat der Bund noch sieben Milliarden Euro in Bildung und Forschung investiert – im Jahr 2017 waren es bereits über 17 Milliarden Euro. Diese Dynamik setzt sich fort.
Hier ein paar Auszügen aus Gesetzen, Programmen und Initiativen, die alle eine qualitative und nachhaltige Bildung und Forschung in Deutschland ermöglichen sollen: 

  • Gute-Kita-Gesetz: bessere Kindertagesbetreuung und ganztägige Bildungs- und Betreuungsangebote in den Grundschulen.
    Im Jahr 2016 haben Eltern für 44,5 Prozent der 3 bis 5-Jährigen (Kindergartenalter) eine Ganztagsbetreuung in Tageseinrichtungen in Anspruch genommen. Für Kinder unter drei Jahren (Krippenalter) lag dieser Wert bei 16,2 Prozent. Somit erhöhte sich der Anteil der ganztags betreuten Kinder bei den 3 bis 5-Jährigen seit 2006 um 22,5 Prozentpunkte und hat sich damit mehr als verdoppelt. 
  • DigitalPakt Schule: Der Bund unterstützt die Länder bei der technischen Ausstattung für neue digitale Bildungsangebote. Dafür stellt der Bund 3,5 Milliarden Euro bis 2021 bereit.
  • HochschulPakt 2020: Bund und Länder haben über 1 Million zusätzlicher Studiermöglichkeiten geschaffen.
  • Weitere Programme: Bundesprogramm Sprach-Kita, Qualitätspakt Lehre, BAföG, Nationaler Aktionsplan Bildung für Nachhaltige Entwicklung, u.v.m .

Bildung ist für jedes der 17 Nachhaltigkeitsziele wichtig, dies verdeutlicht diese Grafik.

Bildung und Forschung in Lippe
Nicht nur mit der Technischen Hochschule OWL in Lemgo und Detmold hat Lippe zwei starke Pferde im Rennen. Die vielfältigen Forschungsansätze in Lemgo befassen sich überwiegend mit sehr nachhaltigen Fragestellungen, zum Beispiel bei der Digitalisierung, dem Essen von morgen oder der postfossilen Mobilität. Die TH OWL bietet jungen Menschen - nicht nur aus Lippe - eine fundierte, spannende und abwechslungsreiche Studienzeit, egal in welchem Fachbereich. Deshalb wollen wir den Bildungsstandort Lippe weiter stärken und ausbauen. Das beginnt mit der Infrastruktur und den baulichen Voraussetzungen und setzt sich fort über die Menschen, die hier gerne forschen und lehren, bis hin zu Projekten, von denen verschiedene intensiv mit Bundesmitteln gefördert werden.

Zugleich haben wir in Lippe auch Strukturen, die dabei helfen, dass niemand zurückbleibt. Mit der Lippe Bildung eG wird Bildung in Lippe gemeinsam verantwortet. Beginnend bei der frühen MINT-Bildung (wie z.B. durch das Projekt der "Kleinen Forscher" in den KiTas) bis zur Hilfestellung beim Übergang zwischen Schule und Beruf. Ein weiteres Feld ist die berufsbegleitende Aus- und Weiterbildung , in der hier immer intensiver gearbeitet wird.

Beginnend mit der baulichen und technischen Ausstattung der Kindertagesstätten und Grund- sowie der weiterführenden Schulen können wir als Kreis und als Kommunen vor Ort viel bewegen. Letztendlich ist die Bildung unserer Kinder aber nur so gut, wie derjenige, der sie vermittelt. Deshalb ist es wichtig, dass wir weiterhin gute Pädagogen und Lehrer für Lippe gewinnen.

Generell ist das lebenslange Lernen auch in Lippe ein wichtiges Thema: Allein durch die technischen Entwicklungen sind wir praktisch gezwungen, uns ständig neues Wissen anzueignen. Genauso wichtig ist aber auch, sich planvoll und absichtlich neue Themen, Techniken und Felder zu erschließen. Und sich lebenslang fortzubilden, um nicht stehen zu bleiben. Dabei helfen zum Beispiel die lippischen Volkshochschulen mit Online-Weiterbildungsangeboten oder auch private Bildungsträger, nicht nur im Netz. 

 

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