Nachhaltigkeitsziel 2 - Kein Hunger

Das Nachhaltigkeitsziel 2 - Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern.
Bis 2030 soll kein Mensch mehr unter Hunger und Mangelernährung leiden müssen.

Hunger und Mangelernährung verstoßen gegen die Menschenwürde. Sie gehören zu den Hauptursachen von Hoffnungslosigkeit, sozialen Spannungen und Flucht. Eine unausgewogene Ernährung und damit der Mangel oder das Zuviel an Nährstoffen können kurz- oder langfristig zu weitreichenden gesundheitlichen Folgewirkungen führen.
Wir haben nicht zu wenig Produktion sondern ein Verteilungsproblem auf der Welt. Darüber hinaus bedarf es mehr Wissen und Kompetenzen über eine gesund erhaltende Ernährung. 

Global soll konkret erreicht werden:

  • Ganzjährlicher Zugang zu ausreichend Nahrungsmitteln für alle Menschen
  • Für bessere, ausgewogene Ernährung sorgen
  • Höhere Produktivität und höhere Einkommen für Kleinbauern
  • Nachhaltige landwirtschaftliche Methoden anwenden
  • Genetische Vielfalt bewahren
  • Investitionen in Landwirtschaft
  • Handelsbeschränkungen und -verzerrungen korrigieren und verhindern
  • Reibungsloses Funktionieren der Märkte gewährleisten

Die Versorgung mit ausreichend und guten Lebensmitteln ist ein elementares Menschenrecht. Es ist in Art. 25 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie in Art. 11 des UN-Sozialpakts völkerrechtlich verankert. Denn Hunger führt zur Flucht, zu Verteilungskämpfen und bis hin zu Krieg.

Deutschland setzt auf Bio
Deutschlands Bio-Markt ist der zweitgrößte der Welt. Dazu passt, dass sich die Bundesregierung mit der Zukunftstrategie ökologischer Landbau das Ziel gesetzt hat, bis 2030 den Ökolandbau auf 20 % der landwirtschaftlichen Fläche in Deutschland auszuweiten. Damit setzt die Regierung auf eine nachhaltige regionale Produktion von Lebensmitteln für einen ausgewogenen und gesunden Speiseplan.

Mit dem Bundesprogramm "IN FORM" gibt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hilfreiche Informationen wie man einen gesunden Lebensstils mit ausgewogener Ernährung und ausreichend Bewegung umsetzen kann.
Denn in Deutschland haben wir nicht zu wenig Nahrung, sondern ein zu großes Angebot. 

Ein großes Angebot bedeutet auch viel Abfall. So einiges müsste jedoch nicht weggeschmissen werden. Darum hat die Bundesregierung die Initiative "Zu gut für die Tonne" gegründet, welches sich zum Ziel gesetzt hat, die Essensabfallmenge bis 2030 zu halbieren.

Eine Welt ohne Hunger ist möglich
Keiner auf diesem Planeten müsste Hunger leiden, wenn wir unsere Ressourcen gerechter verteilen würden. Geld- und Essenlieferungen schaffen dabei nur kurzfristig Besserung. Daher engagiert sich die Bundesregierung seit 2014 mit der Inititative "EINEWELT ohne Hunger", damit Menschen vor Ort erlernen, wie sie sich selbst mit ausreichend Lebensmitteln versorgen können. Seit der Gründung investiert die Bundesregierung jährlich rund 1,5 Milliarden Euro in Schwellen- und Entwicklungländer. So werden beispielsweise in "Grünen Innovationszentren" Kleinbauern unterstützt, damit sie Grundnahrungsmittel für die Region produzieren können.

Ernährung in Lippe
In Lippe liegt der Fokus vor allem auf gesunder und nachhaltiger Ernährung. Dazu gehört die umweltschonende Produktion von Lebensmitteln ebenso wie die Forschung an der Nahrung der Zukunft wie bei der "Smart Food Factory" oder Produktionsweisen der Zukunft wie mit dem "Precision Farming" (beides Projekte der TH OWL). Ebenso wichtig ist die eigene, gesunde Ernährung - durch Vorträge, Kochschulen oder Schulprojekte haben Jung und Alt in Lippe die Möglichkeit, einfache und gesunde Rezepte kennen zu lernen und in den eigenen Alltag zu integrieren.

Im Kreis Lippe und den Kommunen ist man sich auch der Verantwortung bei der Ernährung in den Mensen der KiTas, Grund- und weiterführenden Schulen sehr bewußt. Hier wird viel Wert auf gesunde und abwechslungsreiche Mahlzeiten gelegt.

Zugleich unterstützen viele Lipperinnen und Lipper durch Spenden oder ehrenamtliches Engagement die Bekämpfung des Hungers in der Welt.

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