Nachhaltigkeitsziel 11 - Nachhaltige Städte und Gemeinden

Das Nachhaltigkeitsziel 11 - Nachhaltige Städte und Gemeinden

Termine:

25.07.2019, 09.30 Uhr   Nachhaltige Kommune am Beispiel Kalletal
                                                 Treffpunkt am Rathaus Kalletal, Rintelner Str. 3, 32689

Global soll konkret erreicht werden:

  • Nachhaltige Nutzung der Flächen
  • Sichere, bezahlbare und nachhaltige Mobilität in der Stadt und auf dem Land
  • Senken der Umweltbelastung durch Städte
  • Gesicherte Grundversorgung und digitale Anbindung ländlicher Gemeinden
  • Bezahlbarer Wohnraum für alle

Es ziehen immer mehr Menschen in Städte und Ballungsgebiete, da sie sich dort eine bessere Bildungs- und Berufschance sowie eine höhere Lebensqualität erhoffen.
So lebt bereits jeder zweite Mensche in städtischem Gebiet. Dort werden auch 80 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukt erwirtschaftet. Damit geht auch ein hoher Energieverbrauch, CO2-Ausstoß und eine erhöhte Luftverschmutz mit einher.
Selbst in deutschen Großstädten merken wir gerade im Verkehrssektor die Auswirkungen. Daher benötigen wir innovative Konzepte für das Stadtleben der Zukunft.

Deutschland geht gemeinschaftlich Herausforderung an
Der Bund die Länder und die Kommunen haben eine Gemeinschaftsinitiative für eine nationale Stadtentwicklungspolitik gegründet. Das Ziel ist eine integrative nachhaltige Stadtentwicklung nach ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Aspekten.
Dafür investiert der Bund massiv in Städtebau und Forschung für die Stadt der Zukunft.

Bundesunterstützung zum Städtebau 2019:

  • "Stadtumbau" für die Anpassung an den demographischen und strukturellen Wandel in Ost und West (260 Mio. Euro)
  • "Soziale Stadt" zur Stabilisierung und Aufwertung benachteiligter Stadt- und Ortsteile zur Schaffung von mehr Generationengerechtigkeit, Familienfreundlichkeit und sozialem Zusammenhalt (190 Mio. Euro)
  • "Städtebaulicher Denkmalschutz" für den Erhalt historischer Stadtkerne und Stadtquartiere in Ost und West (110 Mio. Euro)
  • "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" für die Stärkung der Funktionsfähigkeit der Zentren (110 Mio. Euro)
  • "Kleinere Städte und Gemeinden" zur Sicherung der Daseinsvorsorge in ländlichen oder dünn besiedelten Räumen (70 Mio. Euro)
  • "Zukunft Stadtgrün" zur Verbesserung städtischen Grüns (50 Mio. Euro)
  • Weitere Programme...

Deutschland invesitert in sozialen Wohnungsbau für Sicherung des gesellschaftlichen Zusammenhalts
Mit der Wohnraumoffensive hat die Bundesregierung ein Maßnahmenpaket vereinbart, das den Bau von 1,5 Millionen neuer Wohnungen in dieser Legislaturperiode ermöglichen soll. Doch es kommt auch stark darauf an wie und mit welchen Materialien wir bauen. Darum hat die Bundesreigerung das Informationsportal "Nachhaltiges Bauen" eingerichtet. Hier kann sich jeder über eine ökologische Bauweise informieren. 

Bessere Mobilität für saubere Luft
Mit dem Sofortprogramm Saubere Luft 2017-2020 ergreift die Bundesregierung vielzählige Maßnahmen um die Nachhaltigkeitsziele auch auf kommunaler Ebene umzusetzen. Insgesamt eine Milliarde Euro Bundesmittel stehen für das Programm bereit. Damit sollen die Elektrifizierung des urbanen Wirtschaftsverkehrs, die Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme, Elektrifizierung von Busflotten im ÖPNV, und viele weitere Maßnahmen vorangebracht werden.

Deutschland Vorbild für andere Städte
Die in Deutschland ausgewählten Maßnahmen können auch auf andere Städte angewendet werden. Denn die größten Ballungsgebiete wachsen in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern. Gerade in Afrika werden in den nächsten Jahre mehrere Megacities entstehen. Um hier für eine nachhaltige Stadtentwicklung zu sorgen, engagiert sich Deutschland in mehreren Programmen in den Ländern.
Beispielsweise in dem Projekt "Initiative für Transformative Urbane Mobilität"Ziel der Initiative ist es, gemeinsam mit Städten in Entwicklungs- und Schwellenländern das Klima zu schützen und gleichzeitig den ärmsten Bevölkerungsschichten Zugang zu Arbeit, Gesundheitsfürsorge und Bildung zu ermöglichen.
Die Initiative unterstützt daher seit 2016 den Auf- und Ausbau nachhaltiger Mobilitätssysteme, zum Beispiel Buslinien, S- und U-Bahnnetze, Fuß- und Radwege. Darüber hinaus werden mehr als 1.500 Fach- und Führungskräfte aus- und weitergebildet und in einem weltweiten Wettbewerb innovative Pilotvorhaben in Klein- und Mittelstädten gefördert.

Vorbildliche Kommunen in Lippe
Die lippischen Kommunen sind in Sachen Klimaschutz und Nachhaltigkeit auf vielfältigen Wegen unterwegs: Neubauten nach Passivhausstandard, Elektrobusse für den Stadtverkehr und fahrradfreundliche Innenstadt. Die Liste ist lang und mit Klimaschutzkonzepten und Klima-Managern werden viele praktische Schritte wie etwa in Lemgo oder Bad Salzuflen unternommen.

Das Kalletal hat sich besonders der Nachhaltigkeit verschrieben, deshalb ist es auch Teil der Nachhaltigkeitstour. HIer machen sich Schulen auf den Weg, "Fair Trade"-Schulen zu werden, Neubauten werden nachhaltig geplant und vieles mehr.

Mit dem Klima-Pakt hat der Kreis Lippe auch ein umfangreiches Papier vorgelegt, dass es nun schrittweise mit Leben zu füllen gilt.
 

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