Nachhaltigkeitsziel 10 - Weniger Ungleichheiten

Das Nachhaltigkeitsziel 10 - Weniger Ungleichheiten.

Die weltweiten Ungleichheiten in und zwischen den Ländern wachsen zum Teil weiter an. Deshalb soll insbesondere das Einkommen der ärmsten 40 Prozent der Bevölkerung wachsen.
Große Ungleichheit gefährdet den Zusammenhalt von Gesellschaften, ist eine Ursache von sozialen Spannungen und Migration und gefährdet die wirtschaftliche Entwicklung. Der Abbau zu starker Ungleichheit stärkt den sozialen Zusammenhalt einer Gesellschaft, weckt Leistungsbereitschaft, fördert die Innovationsfähigkeit, trägt zu nachhaltigem Wirtschaftswachstum bei und kann das Migrationspotenzial senken.

Ungleichheit hat viele Dimensionen
Die soziale Herkunft entscheidet noch häufig über den Bildungsgrad und die Gesundheitsversorgung. So haben rund 264 Millionen Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren keinen Zugang - laut der UNESCO.
Ungleichheit zeigt sich nicht nur im Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung, sondern auch in der Vermögens- und Einkommensverteilung oder auch  in der Lebenserwartung und bei der politischen Teilhabe.

Politische Teilhabe wirkt Ungleichheit entgegen
Politische Ungleichheit führt zu 
genereller Ungleichheit, Exklusion, sozialen Spannungen und Armut. Für eine nachhaltige Bekämpfung dieser Symptome bedarf es einer partizipatorischen Entscheidungsfindung unter Einbeziehung aller und dem gleichen Zugang zu Recht.
Große Ungleichheit sowie Diskriminierung abzubauen ist ein elementares Menschenrechtsprinzip. Die politische, soziale und wirtschaftliche Teilhabe aller Menschen unabhängig von ihrem Alter, Geschlecht, einer Behinderung, Ethnizität, Herkunft, Religion, wirtschaftlichem oder sonstigem Status ist nicht nur ein Gebot der sozialen Verantwortung. Sie ist auch eine wichtige Voraussetzung dafür, die wirtschaftlichen, sozialen und wissenschaftlichen Potenziale aller Menschen nutzen zu können. Damit hat die Reduzierung von Ungleichheit auch eine gesamtgesellschaftliche Wirkung: Werden Bevölkerungsgruppen systematisch zurückgelassen, wirkt sich dies beispielsweise negativ auf Wirtschaftswachstum und sozialen Zusammenhalt aus.

Deutsche soziale Marktwirtschaft ist bester Garant gegen Ungleichheit
Mit dem Ziel und Leitbild der sozialen Marktwirtschaft wirkt Deutschland präventiv gegen Ungleichheit vor. Eine hohe Erwerbstätigkeit, eine geringe Arbeitslosigkeit, die Unabhängigkeit der Tarifpartner und der Sozialstaat sind die beste Rückversicherung für Teilhabe und gegen Ungleichheit. Das zeigen gerade die aktuellen Tarifabschlüsse in Deutschland. Progressive Steuern und Transferleistungen wie BAföG-Leistungen, Arbeitslosen-, Kinder- und Wohngeld oder die Befreiung von den Kita-Gebühren tragen dazu bei, dass auch einkommensschwächere Haushalte am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Dazu dient auch die Aufstockung besonders niedriger Löhne und Renten durch den Staat.

Die Bundesregierung will gleiche Startchancen für alle:

Lippe setzt auf Zusammenhalt
Anders als Großstädte und Ballungsräume setzt Lippe auf Zusammenhalt: Auf vielen Ebenen arbeiten wir daran, Ungleichheiten abzubauen oder zu verringern - ob bei der Bildung, im Sozialen oder bei der Wirtschaft.

Eine besondere Form der Ungleichheit haben wir dagegen in Lippe, die es in Großstädten und Ballungsräumen nicht gibt: Unterschiedliche Lebensbedingungen in Stadt und ländlichem Raum. Während Diskussionen über einen kostenlosen ÖPNV oder eigene Fahrradspuren den Großstädten vorbehalten bleiben, müssen wir in Lippe dafür sorgen, dass der ÖPNV überhaupt zeit- und bedarfsgerecht verkehrt oder zwei Dörfer mit einem Fahrradweg verbunden werden. Dabei gibt es gerade in den ländlichen Regionen viel mehr Potentiale, die wir fördern müssen.

Nachhaltigkeit heißt auch hier, die kleinen Orte und Dörfer in Lippe auf Dauer lebenswert zu erhalten und ihre Chancen zu nutzen.

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