Nachhaltigkeitsziel 1 - Keine Armut

Das Nachhaltigkeitsziel 1 – Armut in jeder Form und überall beenden.

Termine:

10.07.2019,                        "Anpacken" bei der Ostlippischen Tafel Blomberg,
                                                  Blomberg

Nachlese zum Termin: "Essen, wo es hingehört"
Video zum Termin: https://youtu.be/LJhnbWpsX0g

28.07.2019, 11.00 Uhr   Glaube, Hoffnung, Liebe:
                                                 Gottesdienst - kath. St. Kilians-Kirche Schötmar + 
                                                 Gespräch mit Dr. Anoka - Projekt "Echidime",
                                                 Bad Salzuflen, Otto-Hahn-Straße, 32108

Global soll konkret erreicht werden:

  • Bis 2030 die extreme Armut für alle Menschen überall auf der Welt beseitigen.
  • Bis 2030 den Anteil der Männer, Frauen und Kinder jeden Alters, die in Armut in all ihren Dimensionen nach der jeweiligen nationalen Definition leben, mindestens um die Hälfte senken.
  • Sozialschutzsysteme und -maßnahmen für alle umsetzen, einschließlich eines Basisschutzes, und bis 2030 eine breite Versorgung der Armen und Schwachen erreichen.
  • Bis 2030 sicherstellen, dass alle Männer und Frauen, insbesondere die Armen und Schwachen, die gleichen Rechte auf wirtschaftliche Ressourcen sowie Zugang zu grundlegenden Diensten, Grundeigentum und Verfügungsgewalt über Grund und Boden und sonstigen Vermögensformen, Erbschaften, natürlichen Ressourcen, geeigneten neuen Technologien und Finanzdienstleistungen einschließlich Mikrofinanzierung haben.
  • Bis 2030 die Widerstandsfähigkeit der Armen und der Menschen in prekären Situationen erhöhen und ihre Exposition und Anfälligkeit gegenüber klimabedingten Extremereignissen und anderen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Schocks und Katastrophen verringern.
  • Eine erhebliche Mobilisierung von Ressourcen aus einer Vielzahl von Quellen gewährleisten, einschließlich durch verbesserte Entwicklungszusammenarbeit, um den Entwicklungsländern und insbesondere den am wenigsten entwickelten Ländern ausreichende und berechenbare Mittel für die Umsetzung von Programmen und Politiken zur Beendigung der Armut in all ihren Dimensionen bereitzustellen.
  • Auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene solide politische Rahmen auf der Grundlage armutsorientierter und geschlechtersensibler Entwicklungsstrategien schaffen, um beschleunigte Investitionen in Maßnahmen zur Beseitigung der Armut zu unterstützen.

In einem Kurzvideo erklärt das Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit beispielhaft die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 am Beispiel des Nachhaltigkeitsziel 1.    Video anschauen...

Was bedeutet Armut in Deutschland
Der Begriff Armut hat viele Facetten. Denn Armut in einem Industrieland wie Deutschland, ist nicht mit der teilweise lebensbedrohlichen Armut in Teilen von Afrika zu vergleichen.

In Deutschland kann die Bundesregierung dank des ausführlichen Armuts- und Reichtumsberichtes mit einer Vielzahl an Indikatoren aus verschiedenen Bereichen die aktuelle Lage einschätzen und daraus gezielte Maßnahmen gegen Armut ergreifen.

Doch unser stärksten Argument gegen die Armut und für mehr Stabilität und ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum ist das Prinzip der sozialen Marktwirtschaft. Dieses hat zur höchsten Beschäftigtenzahl und niedrigsten Arbeitslosigkeit seit der Wiedervereinigung geführt. Löhne, Gehälter und Renten steigen seit Jahren deutlich. Die Arbeitslosenquote lag im September 2018 bei 5,0 Prozent. 789.000 Menschen waren im gleichen Monat langzeitarbeitslos. Die Jugenderwerbslosigkeit betrug im zweiten Quartal 2018 6,6 Prozent und ist eine der niedrigsten in der EU. Bestehende Ungleichheiten in Deutschland werden durch Steuern und Transfers erheblich abgemildert.

Trotz der positiven Wirtschaftszahlen arbeiten wir weiterhin dafür, dass die (relative) Armut in Deutschland weiter zurückgeht und mehr Gleichheit geschaffen wird.

Hochwertige Bildung und Qualifizierung sind Voraussetzung, um die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln und somit ein selbstbestimmtes Leben in materieller Sicherheit zu haben.

Armut in Lippe
Auch in Lippe gibt es Armut - und hinter jedem Fall von Armut steht eine Geschichte. Von dem durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen in Lippe (22.239 €) können manche Menschen nur träumen. Dahinter stehen oft viele individuelle Probleme, weshalb sie auf Hartz IV angewiesen sind.

Ein besonders berührendes Thema ist Kinderarmut: rund 70.000 Kinder in ganz Ostwestfalen-Lippe gelten als armutsgefährdet. Mit meiner Unterstützung  haben wir im Bundestag das Familienstärkungsgesetz als ein wichtiges Maßnahmenpaket zur Bekämpfung von Kinderarmut auf den Weg gebracht. 

Ebenfalls schwierig ist es für jene, bei denen Lohn oder Gehalt nicht ausreichen, um ihre Familie oder sich selber zu ernähren. Hier hefen beispielsweise die 940 Tafeln in Deutschland, bei denen kostenlose Lebensmitteln ausgegeben werden. Diese ehrenamtlich betriebenen Einrichtungen gibt es inzwischen in (fast) ganz Lippe. 

Armut in Afrika
In vielen Entwicklungs- und Schwellenländern ist die Situation noch nicht zufriedenstellend. Insbesondere Afrika ist von Armut betroffen. Heute lebt jeder zweite arme Mensch in Afrika. Bis 2030 werden voraussichtlich neun von zehn Menschen in Afrika in Armut leben.

Armut führt zu persönlichen Tragödien, zerstört ganze Ökosysteme und zwingt Menschen zur Flucht aus ihrer Heimat. Deutschland unterstützt Afrika und möchte die Wirtschaft vor Ort in Afrika stärken und damit eine nachhaltige Chance für Ausbildung, Beruf und eine soziale Marktwirtschaft geben. Kleinbauern erhalten durch deutsche Experten das Wissen und Werkzeug, um eigene Lebensmittel anzubauen und sich Existenzgrundlagen zu schaffen. 

Mit vielen Initiativen wird Afrika durch die Bundesregierung unterstützt:

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