Mit dem Heer in Litauen

31.10.2018

Auf Einladung des Deutschen Heeres hat die Bundestagsabgeordnete Kerstin Vieregge an einem Truppenbesuch im litauischen Rukla teilgenommen. Dort informierte sie sich über den Ausbildungsstand und die Gefechtsbereitschaft der NATO Enhanced Forward Presence Brigade (EFP / deutsch: verstärkte Vornepräsenz). Im Mittelpunkt standen ferner die persönlichen Gespräche mit den deutschen Soldaten und den multinationalen Partnern vor Ort.

In Rukla sind rund 1.000 Soldaten der NATO unter Führung Deutschlands rotierend stationiert. Weitere Truppenteile der NATO sind in Estland, Lettland und Polen ebenfalls rotierend stationiert. Die EFP dient der Sicherung der Ostflanke der verbündeten Staaten und der Abschreckung gegenüber Russland. Neben Kerstin Vieregge nahmen der Inspekteur des Deutschen Heeres, Generalleutnant Jörg Vollmer, sein tschechischer Amtskollege, Brigadegeneral Josef Kopecky, sowie die Bundestagsabgeordneten Fritz Felgentreu (SPD) und Dr. Marcus Faber (FDP) an der Reise teil.

„Das Deutsche Heer leistet bei der verstärkten Vornepräsenz der NATO in Litauen, zusammen mit weiteren NATO-Partnern, einen sichtbaren und erfolgreichen Beitrag zur Bündnissolidarität. Aus diesem Grund habe ich mir selbst ein Bild von der Lage vor Ort machen wollen. Dies ist gelungen“, sagt Kerstin Vieregge.

Zu dem Besuchsprogramm gehörten Einblicke in die praktische Ausbildung der Soldatinnen und Soldaten. Dabei wird Wert auf Interoperabilität und Einsatzbereitschaft der EFP-Brigade gelegt. So erlebten die Teilnehmer auf einem örtlichen Truppenübungsplatz eine Panzerkompanie im Einsatz, bei der Deutsche und Tschechen Seite an Seite agierten.

„Unser Material, mit dem wir hier üben, ist sehr gut. Auf Fahrzeuge und die persönliche Ausrüstung ist Verlass. Um die Effizienz der Ausbildung noch zu erhöhen, wäre eine schnellere Verfügbarkeit der Ersatzteile aus Deutschland wünschenswert“, erklärten die in Rukla stationierten Bundeswehr-Soldaten den Abgeordneten. Weitere Themen im persönlichen Gespräch zwischen Abgeordneten und Soldaten waren der Ausbildungsstand, das multinationale Miteinander sowie die persönlichen Eindrücke und Herausforderungen.

Auch ein Gespräch mit den gewählten Vertrauenspersonen der EFB-Brigade wurde durchgeführt. Dabei wurden vor allem Fragen über die Soldatenarbeitszeitverordnung und die Attraktivität der Bundeswehr im Bereich Personal thematisiert Bei einem Besuch des „Camp 500“, dem Unterbringungsort der Soldaten, wurde außerdem die Unterbringungssituation vorgestellt. Dort sind auf einer Fläche von 27.000 Quadratmetern Unterkünfte für bis zu 500 Soldaten, Instandsetzungshallen, Büros und Werkstätten, Strom- und Wasserversorgung und Sanitätseinrichtungen vorhanden.

Kerstin Vieregge MdB zeigte sich beeindruckt: „Den Soldaten in Rukla kann ich nach all den vielfältigen Eindrücken nur Dank und Anerkennung aussprechen. Auf die Leistungen der Bundeswehr und der verbündeten Nationen in Litauen darf man zurecht stolz sein und wieder einmal sagen „Vielen Dank für Ihren Dienst.“ Für uns Abgeordnete im Deutschen Bundestag gilt es nun, das hier erlebte für unsere politische Arbeit mitzunehmen und immer wieder an der Optimierung von Einsatzbereitschaft, Ausrüstung und Versorgung zu arbeiten.“