Leistung der Frauen muss anerkannt werden

06.03.2018

Vor 100 Jahren hat Deutschland ein Recht eingeführt, das heutzutage noch nicht überall auf der Welt angekommen ist – das Frauenwahlrecht. 

Zum internationalen Weltfrauentag am 08. März soll ein Zeichen für mehr Gleichberechtigung der Frau gesetzt werden. Die Bundestagsabgeordnete Kerstin Vieregge begrüßt sehr, dass in den letzten Jahrzehnten viel erreicht wurde für die Gleichstellung von Frau und Mann, sieht aber noch großen Handlungsbedarf, insbesondere außerhalb der eigenen Landesgrenzen.

„In den letzten Jahrzehnten konnten durch Initiativen der CDU – besonders der Frauen Union – viele Gesetze die Gleichheit von Frauen und Männern verbessern. Das merken wir auch hier in Lippe“, meint Birgit Tornau, Bezirksvorsitzende für Ostwestfalen-Lippe der Frauen Union. Mit verschiedenen Maßnahmen, wie dem Elterngeld Plus, der Mütterrente I, der Frauenquote in Aufsichtsräten oder dem Ausbau der Familienleistungen, wurden die Rahmenbedingungen für Frauen deutlich verbessert. Denn Kinder oder die Pflege von Angehörigen dürfen nicht zum Karrierenachteil werden und bedürfen der gemeinsamen Würdigung.

„In Deutschland sehe ich noch viel Potenzial für die Gleichberechtigung bei der Berufswahl und den Gehältern. Viele Frauen entscheiden sich für gesellschaftspolitisch wichtige Berufe, wie die Pflege, die häufig schlechter vergütet werden. Im Gegensatz dazu ist der Anteil Studentinnen in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) noch zu niedrig. Hier müssen wir durch Werbung und Förderung mehr Frauen in die männerdominierten Berufe bringen“, meint die lippische Bundestagsabgeordnete, die sich selbst in der der Gruppe der Frauen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Frauenrechte einsetzt.

Auch im Koalitionsvertrag finden sich wichtige Punkte für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern wieder. So soll beispielsweise eine ressortübergreifende Gleichstellungsstrategie entwickelt und mit einem Aktionsplan umgesetzt werden. Der Öffentliche Dienst hat dabei Vorbildfunktion, daher soll bis 2025 eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Leitungsfunktionen des öffentlichen Dienstes erreicht werden.

Die CDU zeigte bei der Auswahl der zukünftigen Minister, dass Gleichberechtigung möglich ist. „Besonders gefreut hat mich die Wahl von Annegret Kramp-Karrenbauer zur neuen CDU-Generalsekretärin. Das ist Politik mit Vorbildfunktion“, so Kerstin Vieregge zur Personalpolitik der CDU.

Eine besondere Debatte entfachte sich diese Woche zur Frage, ob wir unsere Nationalhymne geschlechtsneutral umändern müssen. Die aktuelle Diskussion kann ich nicht richtig nachvollziehen, da es meiner Meinung nach gravierendere Probleme bei der Gleichberechtigung gibt. Den Vorschlag die deutsche Nationalhymne umzuschreiben lehne ich daher ab.