Kulturelle Teilhabe gehört zur Daseinsvorsorge

31.01.2019

Mehr Freiräume für ehrenamtliches Engagement. Die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in ganz Deutschland ist ein zentrales politisches Ziel der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in dieser Wahlperiode. Dies betrifft vor allem die ländlichen Regionen, in denen mehr als 40 Millionen Menschen leben.

Deutschland ist ein Kulturland. Darum haben wir den Koalitionsantrag „Stärkung der Kultur in ländlichen Räumen – Teilhabe ermöglichen“ eingebracht und im Bundestags beraten.
Unser kultureller Reichtum ist überall sichtbar, in den Städten und auf dem Land. In Lippe besteht ein reichliches Kulturangebot, wie beispielsweise das Charles Dickens Festival in Blomberg, die vielen Aufführungen im Kur- und Stadttheater in Bad Salzuflen oder dem kulinarischen Kulturgut, dem Pickert.

In vielen Orten aber haben die Menschen nur wenige Kulturangebote oder einen erschwerten Zugang dazu. Auch wenn die Kulturhoheit bei den Ländern und Kommunen liegt, trägt der Bund eine Mitverantwortung für die Sicherung einer kulturellen Grundversorgung. Kulturelle Teilhabe gehört für mich zur Daseinsvorsorge.

Über die Kulturstiftung des Bundes, die wir mit jährlich 35 Millionen Euro fördern, ermöglichen wir bereits viele gute Projekte in ländlichen Räumen. Das Erfolgsprogramm „Transformation“ geht in eine weitere Förderrunde und wird um fünf Regionen erweitert. Das Denkmalschutzsonderprogramm fördert deutschlandweit nicht nur den Erhalt unseres kulturellen Erbes, sondern schafft auch Orte für gemeinsame kulturelle Erlebnisse. Noch in diesem Jahr geht das „Zukunftsprogramm Kino“ an den Start, mit dem wir die Kinos außerhalb von Ballungsgebieten als Kultur- und Begegnungsort erhalten wollen. Die wichtige, örtliche Projektarbeit der Bundeskulturförderfonds (wie z.B. der Fonds Darstellende Künste oder der Fonds Soziokultur) wollen wir weiter ausbauen. Mit dem Buchhandlungspreis unterstützen wir kleine inhabergeführte Buchhandlungen als wichtigen Anlaufpunkt. Von den verschiedenen Förderprogrammen profitiert auch Lippe, so wie beispielsweise die Peterskirche in Kalletal-Talle.

Gemeinsames kulturelles Leben und Erleben stärkt den Zusammenhalt, regionale Besonderheiten und Traditionen verbinden. Vielerorts erhalten Ehrenamtliche in Vereinen, Kirchen, Chören das Kulturleben vor Ort aufrecht und ermöglichen so Begegnung und Gemeinschaft. Hier gilt es nicht nur zu danken, sondern auch die Strukturen für bürgerschaftliches Engagement zu verbessern.