Klimawandel bedroht unsere Wälder

06.08.2019

„Die Lage in den Wäldern entwickelt sich dramatisch“, stellt die CDU-Bundestagsabgeordnete Kerstin Vieregge nach einer Besichtigung der lippischen Wälder auf Einladung des Waldbauernverbandes mit ihrer Vorsitzenden Beatrix Boeckstieger und Fachexperten fest. „Neben Eschen und Fichten trifft es nunmehr die Buchen, die vielfach bereits von der Trockenheit des vergangenen Jahres gezeichnet sind.“ Kerstin Vieregge unterstützt daher nicht nur die Forderung des Waldbauernverbandes nach Hilfe und Unterstützung seiner rund zwei Millionen Mitglieder, sondern vor allem die Initiativen der CDU-geführten Länder und der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft: „Der deutsche Wald trägt bereits die sichtbaren Folgen der Klimaveränderung. Hier ist neben der kurzfristigen Hilfe vor allem eine nachhaltige Planung für die Zukunft wichtig. Die Weichen dazu müssen wir in der Politik in Berlin und die Waldbauern vor Ort jetzt stellen“, erklärte Vieregge, die im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitstour 2019 auch die Situation des Waldes unter die Lupe genommen hat.

Deshalb sieht Vieregge auch den Vorschlag von Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, sehr positiv: „Mit einem Bundesprogramm zur Wiederaufforstung, dem angeregten „Mehrere-Millionen-Bäume-Programm“, oder den Maßnahmenvorschlägen im jetzt vorgelegten Masterplan „ Moritzburger Erklärung“ kann der Wald wieder nachhaltig gestärkt werden.“ Dabei solle aus Sicht von Vieregge je nach Situation vor Ort vor allem die Mischbewaldung gefördert werden, um weniger schädlingsanfällig zu werden. „Wir brauchen künftig klimatolerantere Wälder – unabhängig von der Erreichung der Klimaziele. Der Wald hat nicht nur seine Erholungsfunktion, er ist vor allem einer unser größten Klimaschützer im Lande: Durch die Kohlenstoffbindung des Waldes und im Holz werden rund 2,5 Milliarden Tonnen jährlich gebunden, das entlastet die Atmosphäre um 58 Millionen Tonnen CO2“.

Erste positive Schritte zur Hilfe für den Wald und die Waldbauern seien bereits unternommen worden: „So hat das Bundesverkehrsministerium die zuständigen Behörden der Länder um Erleichterungen für die Abfuhr des Holzes aus den Wäldern gebeten. Diese Ausnahmeregelungen für die zügigere Räumung von Kalamitätsflächen gelten auch für den Regierungsbezirk Detmold.“
Die Holzwirtschaft leidet ebenfalls unter dem enormen Aufkommen an Schadholz: Zu den rund 33 Millionen Festmetern Schadholz aus dem vergangenen Jahr werden für 2019 weitere rund 35 Millionen Festmeter prognostiziert. Der Waldbauernverband bezeichnet die Situation deshalb heute schon als „katastrophal“.