Hohe Anerkennung für den lippischen Turnsport

07.09.2020

Eine Sportlegende zu beeindrucken ist nicht leicht – doch den jungen Turnerinnen und Turnern des Landesleistungszentrums Kunstturnen sowie des Landesleistungsstützpunktes in Leopoldshöhe gelang dieses Kunststück bei Olympiamedaillengewinner Eberhard Gienger MdB und seiner Gastgeberin, der lippischen CDU-Bundestagsabgeordneten Kerstin Vieregge: „Diese motivierte Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie der Einsatz, den die jungen Talente hier in Lippe zeigen – genau das sind die wichtigen Grundsteine, aus denen später nicht nur Medaillen werden, sondern Menschen, die im Sport und im Leben erfolgreich sind“, schwärmte der mehrfache deutsche Sportler des Jahres, der seit 2002 im Deutschen Bundestag sitzt. Auch seine Kollegin Vieregge zeigte sich nachhaltig beeindruckt: „Es ist faszinierend, mit welcher Begeisterung die jungen Turnerinnen und Turner zu Werke gehen – und schön, die Freude über die gelungene Übung oder den neu erlernten Sprung zu sehen“, lobte Vieregge.

Als Sportpolitischer Sprecher und Vorsitzendem der Arbeitsgruppe Sport und Ehrenamt lag Eberhard Gienger neben dem sportlichen Aspekt auch das Engagement im Hintergrund am Herzen: „Die Lebendigkeit des Sports wird getragen vom Einsatz der Menschen hinter den Kulissen – ob Trainern, Ehrenamtlern oder auch den Angehörigen, die ihre Kinder unterstützen“. Diese soziale Komponente des Sports sei ihm während der Karriere und vor allem danach auch immer wichtig gewesen. „Gerade das Ehrenamt ist ein Fundament unserer Gesellschaft – ohne Ehrenamt läuft nichts“, bestätigt auch Vieregge, die nicht nur mit ihrer jährlichen Ehrenamtsveranstaltung ganz nah an den Themen der engagierten Menschen ist.

Engagiert und vor allem hochmotiviert ist auch das Team um Trainer Michael Gruhl am Landesleistungszentrum Kunstturnen: Mit aktuell zwei jungen Talenten im Bundeskader und vielversprechendem Nachwuchs sieht sich das Detmolder Zentrum auf einem guten Weg – vor allem für die jungen Sportlerinnen. Denen gab Eberhard Gienger noch einen guten Rat mit auf den Weg: „Ihr müsst das Gerät als Freund betrachten, mit dem Ihr gemeinsam einen Erfolg erreichen wollt. Gegeneinander funktioniert nicht, das Miteinander zählt – auch als Einzelkämpfer“.

Mit einer besonderen Überraschung erwarteten die Turner des TuS Leopoldshöhe ihre Gäste, zu denen in Leopoldshöhe auch CDU-Landratskandidat Jens Gnisa und CDU-Bürgermeisterkandidat Axel Meckelmann zählten: Mit einem eigenen Showprogramm auf der Airtrack-Bahn im Außenbereich zeigten die Aktiven gleich zu Beginn sehr eindrucksvoll, was sie können.

Den Abschluss bildeten einige Übungen der Kunstturner an den Geräten in der Halle sowie eine Diskussionsrunde über die aktuelle Lage des Kunstturnens, wie etwa die offene Stelle des deutschen Cheftrainers der Männer aber auch über veränderte Förderungen seitens des Kreises Lippe für das TLZ Leopoldshöhe. Dabei ließ es sich der mehrfache Europameister und 3. des Reckfinals bei den Olympischen Spielen 1976 in Montreal nicht nehmen, das Leopoldshöher Reck auch noch höchstpersönlich auf die Eignung für Riesenfelgen und Schraubensalto zu überprüfen: Sein gelungener Schlusspunkt beeindruckte die Turner tief.