Herausforderungen gemeistert – dank lippischer Tugenden

24.06.2020

Das Jahr 2020 wäre eigentlich ein besonders erfolgreiches in der Geschichte der Staatlich Bad Meinberger Mineralbrunnen GmbH & Co. KG geworden – wenn nicht die Corona-Krise dazwischen gekommen wäre. „Doch gerade in einer Krise beweisen sich die Unternehmen, die nach guten lippischen Grundsätzen geführt werden“, befindet die CDU-Bundestagsabgeordnete Kerstin Vieregge nach ihrem Besuch beim einzigen lippischen Mineralbrunnen. „Wir sind klein, aber schnell. Wir sind vielfältig aufgestellt und werden deshalb oft ein Stück weit unterschätzt“, schmunzelt auch Geschäftsführer Volker Schlingmann, der in den vergangenen Wochen besonders anstrengende Arbeitstage hatte – genau wie die rund 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Unternehmenssitz in Horn-Bad Meinberg.

Während die Eigenmarken wie Bad Meinberger – die Quelle, Forstetal600 und Externstein Quelle eine erhöhte Nachfrage erlebten, war insbesondere in der Abfüllung für Gastronomie-Getränke ein massiver Absatzeinbruch festzustellen, der durch das Wachstum im Lebensmitteleinzelhandel nicht ausgeglichen werden konnte: „Die Schließung der Gastronomie, Hotels und Freizeiteinrichtungen sorgte natürlich für ausbleibende Bestellungen“, so Schlingmann. Doch am Horizont tut sich inzwischen ein Lichtstreif für diesen Geschäftszweig auf: „Die ersten Bestellungen kommen langsam wieder rein. Das zeigt auch die Entwicklung bei unserem wichtigen Lohnabfüllpartner aus Berlin. Hier kommen neben den inländischen Absätzen verstärkt auch wieder internationale Aufträge aus Asien, Skandinavien und Österreich.“

Daneben sorgt vor allem eine Marke wie Forstetal600 für Freude bei der Geschäftsführung des Familienunternehmens: „Die Absatzentwicklung ist hier nachhaltig überaus dynamisch. Das zeigt, dass wir mit dem calciumreichen und zugleich natriumarmen Mineralwasser in seinen verschiedenen Ausprägungen den Nerv der Kunden getroffen haben.“ Kerstin Vieregge kennt die Marke nicht nur aus Lippe, „Auch in Berlin begegnen mir immer wieder Produkte und Marken aus Lippe – was mich natürlich besonders freut“. Wer mit offenen Augen auch in Supermärkten unterwegs sei, könne oft feststellen, wie viele „hidden champions“ der Kreis zu bieten habe.

Das trotz Corona-Krise die Unterstützung für lippische Vereine und Einrichtungen durch Bad Meinberger beibehalten wurde, hebt Vieregge besonders positiv hervor: „Wir stehen auch in Corona-Zeiten zu unseren Partnern“, erklärt Schlingmann, das sei für Bad Meinberger als lokal verwurzeltes Familienunternehmen selbstverständlich. „Lipper halten zusammen – und vergessen auch nicht, wer einem beigestanden hat“, meint Vieregge. Diese lokalen und regionalen Strukturen, Netzwerke und Verbindungen weiter zu stärken, dass sieht sie als eine große Erkenntnis aus den zurückliegenden Monaten an. „Die Versorgung mit Getränken ist in Lippe auf jeden Fall gesichert“, stellt sie beim Gang durch die rund 5,5 Millionen Flaschen umfassenden Lagerhallen fest. „Der Sommer kann kommen, für die Erfrischung ist gesorgt.“