Gute Nachrichten für den Standort Bückeburg

06.08.2019

Kerstin Vieregge MdB beim Internationalen Hubschrauberausbildungszentrum.
Der Besuch der Bundestagsabgeordneten Kerstin Vieregge beim Internationalen Hubschrauberausbildungszentrum in Bückeburg brachte gute Nachrichten für den Standort: Neben der Schäfer-Kaserne bleibt auch die Jäger-Kaserne in Bückeburg erhalten. „Die Nutzung der Jäger-Kaserne sollte eigentlich nur bis zum Jahr 2025 fortgesetzt werden. Am heutigen Tage hat die Bundesverteidigungsministerin den Erhalt der Liegenschaft über dieses Datum hinaus verkündet. Das ist eine sehr gute Nachricht für das Internationale Hubschrauberausbildungszentrum“, erklärte Kerstin Vieregge.

Die beim Internationalen Hubschrauberausbildungszentrum Bückeburg angesiedelten Ausbildungsschwerpunkte sind aus organisatorischen Gründen zwischen den Liegenschaften Schäfer- und Jäger-Kaserne aufgeteilt. In der bislang von Schließung bedrohten Jäger-Kaserne findet insbesondere die Führerausbildung der Heeresfliegertruppe statt. Ein Schließung der Jäger-Kaserne und die damit einhergehende Verlagerung dieser Ausbildungsteile in die Schäfer-Kaserne hätte zu großen infrastrukturellen und organisatorischen Problemen geführt. Dies konnte nun verhindert werden.

Bückeburg ist einer der traditionsreichsten Standorte der Bundeswehr. Schon seit den frühen siebziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts ist dort dauerhaft deutsches Militär stationiert. Heute beherbergt die Stadt das Internationale Hubschrauberausbildungszentrum mit den genannten zwei Kasernen. Dort finden nach Angaben von Oberst Schütte, stellvertretender Kommandeur, alle Lehrgänge zu Aus- und Weiterbildung der Heeresfliegertruppe, die fliegerische Ausbildung für Hubschrauberpiloten von Heer, Marine und Luftwaffe sowie die komplette Ausbildung des technischen Personals statt. Dazu gehören zum Beispiel auch die gemeinsame Ausbildung rund um den Kampfhubschrauber TIGER mit Frankreich, die neben Bückeburg auch an einem französischen Standort stattfindet, oder die allgemeine Hubschrauberführer-Grundausbildung, an der Schweden, die Niederlande und ab Herbst auch Dänemark dauerhaft beteiligt sind. Kritisch angemerkt wurde die Situation der Material-Lage. Hier warten die Bückeburger Soldaten mitunter sehr lange auf dringend benötigte Ersatz- oder Zubehör-Teile. Dies beinträchtige den Ausbildungsbetrieb.

Die Pilotenausbildung findet sowohl im realen Flugbetrieb, als auch in verschiedenen Simulatoren statt. Kerstin Vieregge erhielt die Gelegenheit zur Teilnahme an einem Simulator-Flug und konnte dabei ihre lippische Heimat überfliegen. „Bückeburg ist ein wichtiger und hochwertiger Standort der Bundeswehr. Hier technologisch immer auf dem neuesten Stand zu sein, ist elementar für eine Sicherung der leistungs- und zukunftsfähigen Ausbildung von Hubschrauberpiloten in der Bundeswehr und den beteiligten Nationen.  Bei meiner Arbeit im Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages will ich den Standort Bückeburg nach Kräften dabei unterstützen und mich für die dazu notwendige materielle und personelle Ausstattung einsetzen“, erklärte Kerstin Vieregge abschließend.

Abgerundet wurde der Informationsbesuch durch einen Austausch der lippischen Abgeordneten mit Vertretern der Gleichstellungsbeauftragten, der Gesamtschwerbehindertenvertretung und des Personalrats. Dabei wurden unter anderem Schwierigkeiten bei der örtlichen Kinderbetreuung thematisiert. Auch hierbei sicherte Kerstin Vieregge ihre Unterstützung zu.

BU: Kerstin Vieregge MdB mit Oberst Schütte, stellvertretender Kommandeur des Internationalen Hubschrauberausbildungszentrums Bückeburg