Grüner Wasserstoff ist das Erdöl von morgen

12.12.2019

Volles Haus im CDU/CSU-Fraktionssaal im Deutschen Bundestag. Diese Woche haben wir uns mit Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zum Austausch getroffen, um über die Chancen und Herausforderungen von Wasserstoff als Energieträger zu sprechen.

Wasserstoff hat das Potenzial, der Treibstoff der Zukunft zu werden. In der Forschung und Entwicklung des Energieträgers Wasserstoff ist Deutschland weltweit Vorreiter. Genau diese Rolle wollen wir auch weiterhin halten und ausbauen. Dafür müssen wir die richtigen Rahmenbedingungen für Forschung, Wirtschaft, aber auch den Übergang in den Alltag setzen.

Die Energiewende kann nur mit Hilfe von Technik und Innovationen gelingen. Nur mit einem Energiemix und einer technologieoffenen Herangehensweise werden wir den Weg der Dekarbonisierung erfolgreich beschreiten können, ohne Verlust unserer Wirtschaftskraft oder großen Einschränkungen im Alltag.
Der Energieträger Wasserstoff ist ein Bestandteil um unsere ambitionierten Klimaziele zu erreichen. Darin waren sich die Podiumsteilnehmer zum größten Teil einig. Das Potenzial ist groß, wenn wir schnell aus dem Labor, hin zur Marktreife und Serienproduktion kommen.

Die Bundesforschungsministerin Anja Karliczek sieht große Chancen: "Grüner Wasserstoff ist das Erdöl von morgen". Er diene als synthetischer Kraftstoff – beispielsweise für die Industrie oder im Verkehr -, aber auch als Stromspeicher. Wenn Europa ein klimaneutraler Kontinent werden wolle, müsse es sich des grünen Wasserstoffs bedienen. Karliczek sieht in der Entwicklung des Energieträgers eine „Jahrhundertchance für den Standort Deutschland“. Deutsche Firmen hätten die einmalige Gelegenheit, zum Technologieausstatter für die Energiewende zu werden. Bis 2050 könnten so bis zu 470.000 neue Arbeitsplätze entstehen.
Karliczek kündigte an, dass das Kabinett Anfang 2020 eine nationale Wasserstoffstrategie auf den Weg bringen wolle. Bis 2023 stünden im Energie- und Klimafonds 310 Millionen Euro für die Technologie bereit. Es brauche aber auch ein Ordnungsrecht, das Innovationen möglich mache. „Wir wollen Weltmarktführer bei grünem Wasserstoff werden und Innovationsland bleiben“, betonte die CDU-Ministerin.

Nicht nur in Deutschland wird über die Antriebsenergie der Zukunft nachgedacht. So stellt sich beispielsweise China breiter auf und beendet die Förderung von E-Autos. Dafür möchte  das Reich der Mitte technologieoffener agieren und neben Elektroantrieb auch systhetische Kraftstoffe oder Wasserstoff einsetzen.
Dies hat auch Auswirkungen auf unsere heimischen Firmen wie beispielsweise Volkswagen, welche sich auf den Elektroantrieb festgelegt habt.

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