Für die Stärkung des regionalen Mittelstandes

13.06.2019

Rund 100 Millionen Euro pro Jahr ist das Paket groß, dass der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) als Beförderungsleistungen europaweit ausschreibt. Dabei drängen vermehrt auch in Lippe die Töchter von staatlichen Unternehmen in den Markt – zu Lasten des Mittelstandes vor Ort. Grund genug für die lippische CDU-Bundestagsabgeordnete Kerstin Vieregge, einen Dialog zwischen LWL und den regionalen Busunternehmern zu initiieren. „Kleine und mittelständische Betriebe sind das Rückgrat unserer Wirtschaft, auch in Lippe. Deshalb ist es mir wichtig, ihre Anliegen und Sorgen mitzunehmen und an Verbesserungen zu arbeiten“, so Vieregge.

Dr. Georg Lunemann, Erster Landesrat und Kämmerer des LWL, stellte sich im Hotel „Zum Löwen“ in Bad Salzuflen-Holzhausen den Fragen der Unternehmer. „Auch für uns ist es wichtig, miteinander im Gespräch zu bleiben. Ausschreibungen sind komplizierte Vorgänge, bei denen auch Unternehmen oft Hilfestellung gebrauchen können. Dafür sind wir da und stehen mit unseren Experten für Bieterfragen jederzeit zur Verfügung“, so Dr. Lunemann. Im gemeinsamen Dialog entwickelte sich ein reger Austausch, „einige Anregungen nehmen wir gerne mit und werden die hausintern prüfen“, versprach Dr. Lunemann anschließend.

Ein positives Fazit zog Kerstin Vieregge: „Miteinander reden, Probleme ansprechen und Lösungen entwickeln: Oft ist der Austausch der Beginn einer konstruktiven gemeinsamen Arbeit. Ich freue mich deshalb über den gelungenen Dialog.“  Und auch die rund 20 Vertreter von regionalen Busunternehmen waren zufrieden: „Es ist wichtig, dass die praktischen Probleme vor Ort angesprochen werden. Ich finde sehr gut, dass wir bei der von Kerstin Vieregge eingeleiteten Runde offen und direkt miteinander reden konnten. Das sorgt auf beiden Seiten für mehr Verständnis und eine bessere Zusammenarbeit“, lobte Hans-Joachim Lücking vom Salzufler Unternehmen Bobe & Lücking.

Als öffentlicher Auftraggeber ist der LWL zur einer EU-weiten Vergabe verpflichtet. Dabei sind die Grundsätze von Transparenz und Gleichbehandlung zu berücksichtigen. Die Beförderungsleistungen beinhalten die Beförderung von rund 7.000 Kindern zu den 35 Förderschulen und 80 Heilpädagogischen Kindertagesstätten sowie die Fahrten für 22.000 Beschäftigte zu 57 Werkstätten für behinderte Menschen. Bei der Vergabe erhält das wirtschaftlichste Angebot den Zuschlag unter Berücksichtigung des Qualitätskonzeptes der Anbieter.