Ein Besuch als besonderer Ausdruck der Dankbarkeit

31.10.2019

Andrij Melnyk, Botschafter der Ukraine, zu Gast bei der Bundestagsabgeordneten Kerstin Vieregge.

Ein Austausch unter Freunden: Auf Einladung von der Bundestagsabgeordneten Kerstin Vieregge ist Andrij Melnyk, ukrainischer Botschafter in Deutschland, nach Bad Salzuflen gereist. Im Mittelpunkt seiner Reise standen neben eines Kurzbesuches im Rathaus vor allem die Zusammenkunft mit Familie Krog und des Vereins Brückenschlag e.V. sowie die Visite des Unternehmens POS Tuning.


„Es ist mir eine große Ehre die Stadt zu besuchen, aus der wir in der Ukraine schon so lange von der langjährigen Unterstützung profitieren“, sagt Melnyk nach seiner Ankunft im Rathaus und seiner Eintragung im Goldenen Buch der Stadt beim anschließenden Gespräch mit Kerstin Vieregge und Bürgermeister Dr. Roland Thomas. „Der Kreis Lippe, aber auch die Stadt Bad Salzuflen, haben eine ganz besondere Verbindung zur Ukraine und ihren Bürgerinnen und Bürgern. Diese hervorragende Zusammenarbeit müssen wir auch weiterhin pflegen, leben und für weitere Austausche fördern“, beschreibt Vieregge die Beziehung zum Land des Botschafters. Daher sei es auch ein besonderes Anliegen, den Ursprung des Vereines Brückenschlag sowie die besondere Verbindung zur Ukraine und der Stadt Luzk dem Botschafter vor Ort zu zeigen.


Prof. Karl Hermann Krog gründete im Jahr 2001 den Verein Brückenschlag e.V., baute jedoch auch schon viele Jahre vorher die guten Beziehungen zur Ukraine und der Stadt Luzk aus. Im vergangenen Jahr verstarb Krog. „Für mich ist der Besuch auch ein besonderer Ausdruck der Dankbarkeit“, sagt der Diplomat beim Besuch des Grabes des Verstorbenen in Richtung seiner Familie, ohne die das enorme Engagement nicht möglich gewesen wäre. Für ihn sei der Austausch nicht nur ein reiner Delegationsaustausch, sondern vielmehr eine Partnerschaft auf Augenhöhe, „etwas sehr lebendiges“, beschreibt Melnyk die Beziehung auch gegenüber den Vertretern der Kreisverwaltung. Zudem informierte er sich über die vergangenen und laufenden partnerschaftlichen Projekte zwischen der Verwaltung und der Stadt Luzk und lobte auch hier den Einsatz der Verantwortlichen.


Beim abschließenden Besuch der Fima POS Tuning konnte sich Melnyk von Mitgeschäftsführer Christoph Moser von der Erfolgsgeschichte des Unternehmens überzeugen lassen. Beginnend in einer Garage 1998 werden die Produkte mit dem Qualitätssiegel „Made in Salzuflen“ mittlerweile in 120 Länder exportiert. „Wir haben uns in den vergangenen Jahren zum größten Hersteller von Regalordnungssystemen entwickelt“, sagt Moser, der betont, dass sich das Unternehmen auch immer wieder neu aufstelle. Mittlerweile arbeiten rund 180 Mitarbeiter für den Hersteller, der sogar eine hauseigene Kindertagesstätte ausweist.


Sowohl der Botschafter als auch die Bundestagsabgeordnete zeigten sich bei den Gesprächen sehr optimistisch, auch in Zukunft die guten Verbindungen zu intensivieren. „Das Verhältnis und das Intereses an der Ukraine wird in Deutschland von Tag zu Tag besser. Leider wird das Land noch immer häufig mit dem dort herrschenden Krieg in Verbindung gebracht“, erklären beide. „Deswegen arbeiten wir jeden Tag daran, unseren Freundeskreis zu erweitern. Und das ist uns mit diesem Austausch offensichtlich gelungen“, so Melnyk.