In der Krise die Chance sehen

04.08.2020

„Eine Krise als Chance zu begreifen, das ist für Lipper nicht nur eine hohle Phrase“- Beim Besuch des Blomberger Messebauers von Hagen Design konnten sich die lippische CDU-Bundestagsabgeordnete Kerstin Vieregge und CDU-Bürgemeisterkandidatin Susanne Kleemann von dieser Kreativität überzeugen: „Schon vor Beginn der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben wir begonnen, uns neu auszurichten – und dabei haben wir interessante neue Geschäftsfelder für uns entdecken können“, bilanziert Geschäftsführer Axel von Hagen die zurückliegenden Wochen und Monate. „Dabei stand mir besonders im Fokus, unsere Auszubildenden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch weiter beschäftigen zu können.“ Ein Plan, der bis heute aufgegangen ist.

Mit der Abteilung „von Hagen Medic“ setzte das Messebauunternehmen schon früh auf neue Produkte und Projekte. Ein selbst entwickelter Begegnungsraum für Seniorenheime und Krankenhäuser war auf Anhieb ein Erfolg: „In Hamburg nennen sie ihn liebevoll „Klönbude“ und das Häuschen erfreut sich nach wie vor großer Akzeptanz“, berichtet von Hagen nicht ohne Stolz. Aktuell steht er in Verhandlungen über die Einrichtung mobiler Hospitäler in Südamerika und Afrika. Showrooms, temporäre Büroräume oder auch Schutzräume sind weitere Projekte, die dank motivierter Mitarbeiter und eigenem Maschinenpark aus einer Hand von Blomberg aus abgewickelt werden können.

Im eigentlichen Kerngeschäft seines Unternehmens, dem Messebau, erwartet von Hagen in diesem Jahr keine Veränderungen: „Ich hoffe, dass wir ab 2021 wieder Messen haben werden“. Schließlich sei es für eine Exportnation wie Deutschland von entscheidender Bedeutung, Schaufenster und Branchentreffpunkte für Innovationen und Handel zu haben: „Die Messe ist mit der wichtigste Vertriebskanal – den dürfen wir nicht leichtfertig aufgeben. Digitale Präsenzen sind kein Ersatz, denn Geschäfte werden zwischen Menschen gemacht“, sagt der Fachmann.

Der Standort Blomberg bekommt von dem Unternehmer durchweg positive Noten: „Mit dem Breitbandausbau bin ich an meinem Standort zufrieden, in den vergangenen 27 Jahren hat sich viel positives getan“. Lediglich im Kulturbereich würde er sich etwas mehr wünschen: „Hier mehr auf Kreativität zu setzen, würde der Stadt gut tun.“ Ein Ball, den Bürgermeisterkandidatin Susanne Kleemann gerne aufnahm: „Während Corona war viel Kreativität für das Überleben der Kulturbranche gefragt. Jetzt müssen wir schauen, wie wir die kulturelle Vielfalt von Blomberg wieder zum Leben erwecken und welche neuen Wege wir gehen. Dabei sehe ich allein in der Stadt schon viel Potential und beim Blick über die Stadtgrenze noch viel mehr.“