Bei der lippischen Rose endet die Modernisierung

17.08.2021

Detmolder Senioren Union diskutiert mit Kerstin Vieregge, MdB
Kreis Lippe/Detmold. Die Begeisterung war den Mitgliedern der CDU Senioren Union Detmold anzumerken: nach eineinhalb Jahren Zwangspause fand jetzt das erste Treffen statt und es wurde ausgiebig diskutiert. „Angesichts der kommenden Bundestagswahl besteht Anlass genug“, befand Vorsitzende Hannelore Hausmann und hatte Bundestagsabgeordnete Kerstin Vieregge eingeladen, die sich auch in Lippes größter Stadt Detmold zur Wahl stellt.

Vieregges Themen als Mitglied des Verteidigungsausschusses und des Tourismusausschusses sowie die Inhalte des CDU-Wahlprogramms trafen genau die Interessen der CDU-Senioren. So ging es um die Verantwortung Deutschlands für die afghanischen Ortskräfte, um Solidarität mit den Hochwasseropfern, um Klimaschutz und um die Gewinnung von Arbeitskräften. Unterstützung bekam Vieregge auch bei der Forderung nach dem Abbau überbordender Bürokratie. „Wir brauchen mehr Tempo, müssen schneller werden in den Verwaltungsapparaten und die digitalen und technischen Herausforderungen effizient bewältigen“, brachte sie es auf den Punkt. Die CDU will deshalb die Modernisierung des Staates in einem neuen Ministerium für digitale Innovationen und Transformation zentral koordinieren. „Ein hervorragender Plan und ein echtes Alleinstellungsmerkmal“, waren die Senioren überzeugt. Nachbessern wollen sie beim Namen: „Der muss verständlich und nachvollziehbar sein“, forderten sie und entschieden sich für „Modernisierungsministerium“.

Dass aber Modernisierung um jeden Preis nicht ihr Ding ist, stellten sie mit deutlich kritischem Blick auf das neue Logo des Kreises Lippe fest. Hier sei Modernisierung fehl am Platz. „Die Rose ist ein identitätsstiftendes Symbol unseres Kreises und gehört seit Jahrhunderten zu Lippe. Dazu muss sich auch die Kreisverwaltung bekennen“, war die einhellige Meinung der Christdemokraten. Bei Kaffee und Kuchen und mit dem Versprechen Vieregges zu regelmäßigen Berichten bei der Senioren Union klang der politische Nachmittag aus.