Bad Salzuflen geht (mehr als) ein LED auf

„Klimaschutz und Geldsparen gehen nachhaltig Hand in Hand – das beweisen einmal mehr zwei aktuelle Projekte in Bad Salzuflen“, zeigt sich die lippische CDU-Bundestagsabgeordnete Kerstin Vieregge beeindruckt. Auf Einladung von Bürgermeister Dirk Tolkemitt ließ sie sich über die Verwendung der anteiligen Bundesförderung in Höhe von rund 170.000 Euro aus den Töpfen des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Nukleare Sicherheit informieren. „Mit dem Austausch von 540 Straßenleuchten und 129 Scheinwerfern in Flutlichtanlagen auf Sportplätzen durch LED-Systeme mit smarter Steuerung wird Klimaschutz ganz konkret – auch im städtischen Geldbeutel.“

Den Ausschlag für die Maßnahmen und das Stellen der Förderanträge gab Elektroplaner Ingo Neitzner vom Fachdienst Tiefbau der Stadt Bad Salzuflen, der sich in den vergangenen Jahren intensiv mit der Entwicklung der LED-Beleuchtung beschäftigt hat: „Vor zehn Jahren wären solche Ergebnisse noch nicht machbar gewesen – mit der technischen Entwicklung haben wir aber heute die Möglichkeit, Schaltzeiten, Ausleuchtung und Lichtmenge effektiv zu steuern.“ Diese Steuerung kann sowohl bei den Straßenlaternen wie auch bei den Flutlichtanlagen per Computer oder sogar dem Smartphone erfolgen. „Die jährliche Einsparung liegt bei über 370.000 Kilowattstunden bei der Straßenbeleuchtung und bei über 92.000 Kilowattstunden auf den Sportplätzen.“ Verschiedene Modi der smarten Digitalsteuerung erlauben es beispielsweise, die Straßen heller oder dunkler auszuleuchten oder bei den Flutlichtanlagen nur eine Spielhälfte zu erleuchten.

Möglichkeiten, die auch den städtischen Geldbeutel freuen. Denn – wie Bürgermeister Dirk Tolkmitt vorrechnet –die Einsparungen summieren sich auf fast 130.000 Euro pro Jahr. „Oder anders gesagt: Die Gesamtausgaben von 363.000 Euro für die Investition in die Straßenbeleuchtung amortisieren sich dank der Bundesförderung binnen drei Jahren durch die Einsparungen.“ Für Kerstin Vieregge MdB ein fast noch wichtigerer Effekt: „Beide Maßnahmen sorgen insgesamt für die jährliche Einsparung von fast 275 Tonnen CO² und sind deshalb wichtige Schritte auf dem Weg zu CO²-Neutralität im Jahr 2050.“ Hinzu kommt: „Das einstellbare Licht der LED-Leuchtkörper verringert massiv die sogenannte „Lichtverschmutzung“, wie Neitzner erläutert.

„Hier haben wir ein besonders positives Beispiel für Klimaschutz bei smarter Anwendung: Wenn zwei tolle Förderprogramme auf Bundesebene und nachhaltiges Denken in der kommunalen Verwaltung zusammenkommen, entsteht bei Verwendung neuer digitaler Möglichkeiten etwas Besseres für uns alle“, sind sich Vieregge und Tolkemitt einig.