Auf Industrie-Reise in Baden-Württemberg

01.09.2020

Die wehrtechnische Industrie ist ein bewährter Partner der Bundesrepublik Deutschland, wenn es um moderne und leistungsfähige Ausrüstung für die Bundeswehr geht. Als Mitglied im Verteidigungsausschuss des Bundestages ist Kerstin Vieregge regelmäßig mit der Beschaffung neuer Ausrüstung für die Bundeswehr befasst. Grund genug für die Bundestagsabgeordnete sich erneut vor Ort ein Bild von der Arbeit der Unternehmen zu machen. Nachdem im vergangenen Jahr verschiedene Unternehmen in Oberbayern besucht wurden, ging es diesmal nach Schwaben.

Erste Station der Reise war der Ulmer Standort von Hensoldt. Das aus der Airbus Group hervorgegangene Unternehmen beschäftigt mehr als 5.500 Mitarbeiter, besitzt über 1.000 Patente und verzeichnet einen Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Euro. Hensoldt befasst sich insbesondere mit Sensortechnologien für Land-, Luft- und Seestreitkräfte. So ist man Weltmarktführer bei Flugkörper- und Laserwarnsystemen für Flugzeuge. Weiterhin werden Periskope für Marineschiffe und Sichtsysteme für gepanzerte Fahrzeuge produziert. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind Cybersicherheit, Sensoren für Weltraummissionen, sowie Sicherheitslösungen beispielsweise für Feldlager, aber auch für zivile Einrichtungen wie zum Beispiel Flughäfen oder sogar Wildtierreservate. Besonders stolz ist man bei Hensoldt auf die Leistungsfähigkeit der produzierten Radarsysteme. Laut Medienberichten können diese sogar die modernsten Tarnkappenflugzeuge der amerikanischen Luftwaffe erfassen. Die Besichtigung der Radarproduktion war somit ein zentraler Schwerpunkt des Besuchs von Kerstin Vieregge. Weiterhin informierte sich die Abgeordnete über kommende Beschaffungsvorhaben der Bundeswehr, an denen Hensoldt als Auftrag- oder Unterauftragnehmer beteiligt ist. Kerstin Vieregge zeigte sich begeistert über die Unternehmenspräsentation: „Hensoldt steht für Hochtechnologie Made in Germany. Die innovativen Verteidigungs- und Sicherheitslösungen leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz Deutschlands.“

Ein klassisches Familienunternehmen war die zweite Station der Reise in den deutschen Südwesten: In Überlingen am Bodensee besuchte Kerstin Vieregge das Unternehmen Diehl Defence. Dabei handelt es sich um eine Tochter der Nürnberger Diehl-Gruppe, die mit 17.500 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 3,6 Milliarden Euro erwirtschaftet. Arbeitsschwerpunkt von Diehl Defence sind Lenkflugkörper, Luftverteidigungssysteme, Munition, Zünder und Infrarotmodule sowie einiges mehr. Damit ist das Unternehmen einschließlich verschiedener Tochterunternehmen Lieferant aller drei Teilstreitkräfte der Bundeswehr. Zum Beispiel produziert Diehl Defence Bewaffnung für den Eurofighter, für die Korvette K130, das zukünftige Taktische Luftverteidigungssystem der Bundeswehr TLVS, sowie für die Panzerhaubitze 2000. Hinzu kommen als weitere Beispiele für die Produktvielfalt Täuschkörpersysteme für Flugzeuge, Systeme zur Erkennung von Sprengfallen oder zur Abwehr von Drohnen. Während eines Rundgangs durch die Produktion lernte Kerstin Vieregge vor allem die Fertigung der Lenkflugkörper IRIS-T und RAM kennen. Weiterhin wurde die Zukunft der Luftverteidigung der Bundeswehr, sowohl im Nah- und Nächstbereich, als auch im taktischen Bereich, thematisiert. Auch bei Diehl Defence zog Kerstin Vieregge ein überaus positives Fazit des Besuchs: „Die Produkte von Diehl sind mit der Bundeswehr im Einsatz für Frieden und Freiheit. Hier sorgt eines der Glanzlichter des deutschen Mittelstandes für die bestmögliche Ausrüstung, die deutsche Soldaten bekommen können.“