Aktiver Hochwasserschutz in Lage

01.10.2018

Die Lagenser Innenstadt überschwemmt, das Schulzentrum unter Wasser: ein Horrorszenario, das aber Realität werden könnte. Die Stadt will das verhindern und hat die ersten Planungen für ein Hochwasserkonzept im Juli vorgestellt. Die lippische Bundestagsabgeordnete Kerstin Vieregge und der CDU-Stadtverband Lage nahmen jetzt im Rahmen einer Ortsbegehung unter fachkundiger Leitung des Technischen Beigeordneten Thorsten Paulussen die Situation vor Ort und die künftigen Pläne in Augenschein. „Aktuell stehen zusätzlich 100 Millionen Euro im Bundeshaushalt für den präventiven Hochwasserschutz zur Verfügung – mit so konkreten Planungen wie hier in Lage kann die Gefahr eines verheerenden Hochwassers in beherrschbare Bahnen gelenkt werden“, so die CDU-Politikerin beim Rundgang mit Vertretern des Stadtverbandes und interessierten Anliegern.

Entlang der Strecke vom Schulzentrum Werreanger am Freibad vorbei Richtung Kampannsweg und weiter Richtung des Stauwehrs an der Mühle Altrogge an der Stauffenbergstraße erläuterte Paulussen, wie die Stadt der Hochwassergefahr begegnen will. Konkret sollen an verschiedenen Stellen Retentionsräume geschaffen werden, in denen die Werre bei Hochwasser über die Ufer treten könne ohne gleich Straßen zu überfluten und in Gebäude einzudringen. Klar sei, so Paulussen, dass das Profil des Flussbetts der Werre in Teilen zu eng sei und größer werden müsse. Die Stadt hofft laut Paulussen auf Fördermittel für die Umsetzung eines Hochwasserschutzkonzeptes für die Werre. So will die Stadt Fördermittel auch beim Land NRW beantragen. Für mögliche Bundesmittel sagte Kerstin Vieregge ihre Unterstützung zu: „Die Wetterereignisse der jüngsten Vergangenheit machen deutlich, wie wichtig eine entsprechende Vorsorge ist. Ich freue mich, dass man in Lage dabei schon so weit fortgeschritten ist. Jetzt sollte es an eine zügige Umsetzung gehen.“