230.000 Euro Bundesförderung für Sanierung der Wüstener Kirche

13.05.2019

Gute Nachrichten aus Berlin für die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Wüsten Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat eine Bundesförderung in Höhe von 230.000 Euro für die Sanierung der Wüstener Kirche aus dem Denkmalschutzsonderprogramm VIII beschlossen. Aus den über 500 eingereichten Anträgen wurden knapp 220 Anträge gebilligt.

„Dank der guten Unterstützung der Kirchengemeinde als Antragsteller, konnte ich mich in Berlin für die Sanierung erfolgreich stark machen. Da die Denkmalschutzmittel jedes Jahr deutlich überzeichnet sind, freut es mich umso mehr, dass ich die besondere Bedeutung der Kirche bei den zuständigen Entscheidern hervorheben konnte“, erklärt Kerstin Vieregge.

Bei einem Vor-Ort-Termin letzten Samstag konnte sich die lippische Bundestagsabgeordnete ein Bild von den geplanten Maßnahmen machen. Zunächst soll noch in 2019 mit einer Sanierung der Außenfassade und der Fundamente begonnen werden, 2020 soll dann eine Restaurierung des Innenraumes folgen. „Risse in den Außen- und Innenwänden, Schimmelbildung in der Holzverschalung, die Instandsetzung der Innenempore – die Liste der Aufgaben ist lang“, beschreibt Pfarrer Thomas Weßler die bevorstehenden Arbeiten.

Die Bundesmittel fließen in eine nachhaltige und fachgerechte Sanierung. Bis 2021, zum 400-jährigen Jubiläum der Kirchen-Einweihung, möchte die Gemeinde die Sanierung abgeschlossen haben. „Dank des Einsatzes von Frau Vieregge haben wir die Bundesmittel erhalten und können nun mit Hilfe der Förderung mit den Sanierungsmaßnahmen beginnen“, freut sich Pfarrer Weßler.
„Die Kirche in Wüsten ist ein Ort der Kultur, ein Ort für Kinder und Jugendliche, sowie ein zentraler Raum der Dorfgemeinschaft, der nun wieder fachgerecht hergerichtet wird“, sagt Kerstin Vieregge.

Zum Hintergrund:
Die 1620/21 erbaute Kirche wurde 1841 erweitert und umgebaut und Teile der ersten Kirche sind sogar noch erhalten. Das derzeitige Erscheinungsbild des Innenraumes geht auf die letzte große Kirchenrenovierung 1954 zurück.

In den vergangenen Jahren wurden insgesamt acht Denkmalschutzprogramme des Bundes mit zusammen rund 280 Millionen Euro aufgelegt, um dringende Sanierungsarbeiten an bedeutenden Kulturdenkmälern zu ermöglichen. Rund 40 Millionen Euro werden 2019 aus dem aktuellen Denkmalschutzsonderprogramm VIII investiert. Zu den geförderten Projekten gehören beispielsweise die Stiftskirche in Kaiserslautern, die Orgel in der Auenkirche in Berlin, das Kloster in Himmelpfort und auch die Orgel im Schloss Detmold in Lippe.