13.000 Stellen für die Pflege

03.08.2018

Am Mittwoch hat das Bundeskabinett den Gesetzentwurf zur Stärkung des Pflegepersonals beschlossen. Ziel des Pflegepersonal-Stärkungsgesetzes (PpSG) ist es, Pflegekräfte der Kranken- und Altenpflege im Alltag durch eine bessere Personalausstattung und bessere Arbeitsbedingungen spürbar zu entlasten. Unter anderen sind 13.000 neue Stellen in der Altenpflege vorgesehen, die vom Bund gefördert werden. In meinen Gesprächen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Pflegeberufe habe ich immer wieder gehört, dass sie sich vor allem zwei Dinge wünschen: Mehr Zeit für die Menschen, die sie betreuen und mehr Wertschätzung für die Arbeit, die sie leisten. Beidem tragen wir mit dem neuen Gesetzesentwurf Rechnung. 

Dabei ist das PpSG, das bereits am 1. Januar 2019 in Kraft treten soll, nur ein erster Schritt im Kampf für eine bessere Personalausstattung in der Pflege, aber ein klares Signal in die Branche,
das zeigt: Wir haben verstanden. Noch in dieser Legislaturperiode werden weitere Signale folgen, wie zum Beispiel die Konzertierte Aktion Pflege und ein einheitliches wissenschaftliches Personalbemessungsverfahren für die Altenpflege. Bereits mit dem PpSG setzen wir neue Impulse für die Finanzierung der Pflegepersonalkosten der Krankenhäuser ab dem Jahr 2020: Eine neue, von den Fallpauschalen unabhängige, krankenhausindividuelle Vergütung der Pflegepersonalkosten soll dafür sorgen, dass nicht beim Pflegepersonal gespart wird.

Die Zahl der Beschäftigten in der Kranken- und Altenpflege hat zwar in den letzten Jahren deutlich zugenommen; auch die Zahl der Auszubildenden in diesen Berufen hat einen Höchststand erreicht. Dennoch konnte die Zahl der in der Pflege Beschäftigten mit dem wachsenden Bedarf nicht Schritt halten. Die Arbeit hat sich für viele Beschäftigte in der Alten- und Krankenpflege in den letzten Jahren sehr verdichtet. Die Folgen der gestiegenen Arbeitsbelastung sind unter anderem ein höherer Krankenstand und ein frühzeitiges Ausscheiden von Pflegekräften aus dem Beruf. Mit dem PpSG gehen wir einen wichtigen Schritt zur konkreten und spürbaren Entlastung der pflegerischen Versorgung in der Kranken- und Altenpflege. Wir bleiben dran, zum Wohl aller Betroffenen.