100 Jahre Frauenwahlrecht

12.11.2018

Zum 100. Jahrestag der Einführung des Frauenwahlrechtes erklärt die lippische CDU-Bundestagsabgeordnete Kerstin Vieregge:

„Mit dem Gesetz zur Einführung  des  Frauenwahlrechtes wurde heute vor genau 100 Jahren in Deutschland ein wichtiger Meilenstein in der Gleichberechtigung von Mann und Frau erreicht – der erste von vielen. Dennoch sind Frauen und Männer auch heute nicht vollständig gleichgestellt, Stichworte wie Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Rentenbezug zeigen das.

Politik muss dort nachsteuern, wo Benachteiligungen für Frauen bestehen und das tun Bundestag und Bundesregierung auch sehr intensiv. Aktuell haben wir mit der Mütterrente einen weiteren Baustein dazu gesetzt, unsere weiteren Ziele sind die Verbesserung der Teilhabe von Frauen in Führungspositionen und die Veränderung des strukturellen Ungleichgewichtes auf dem Arbeitsmarkt. Dazu dient auch die Verbesserung der Ausbildung und Bezahlung beispielsweise in Pflegeberufen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss weiter gestärkt werden wie etwa durch den Ausbau der Kinderbetreuung aber auch mit Erleichterungen für pflegende Angehörige. Mir ist dabei besonders wichtig, dass die Gleichstellung von Frau und Mann auch im ländlichen Raum gelebt wird und gelebt werden kann. Deshalb sind wir bestrebt, den ländlichen Raum lebenswert zu erhalten.

Der Einsatz für die Rechte der Frauen und die Gleichstellung ist eine tägliche Aufgabe, der ich mich gerne und mit vollem Einsatz widme. Das gilt auch international: Von 193 Ländern auf der Erde haben 136 die Gleichberechtigung in ihrer Verfassung verankert. Dennoch werden in der Realität zu viele Frauen nach wie vor täglich unterdrückt, benachteiligt oder sind Repressionen ausgesetzt. Deshalb muss unsere Politik für Frauen immer auch den Blick über den Tellerrand haben, beispielsweise in der Entwicklungshilfe aber auch bei der Zusammenarbeit mit anderen Nationen.“